Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

TOP 5 indische Filme bei Netflix

Ich bin immer darum bemüht, den Menschen indische Filme ans Herz zu legen. Meist sind sie leider abgeschreckt von den großen Bollywood-Blockbustern, die sie mal auf RTL2 gesehen haben. Und ja, bei der großen Menge an Filmen, die Bollywood so produziert, sind auch jede Menge schlechter Filme dabei. Darum möchte ich hier ein paar Empfehlungen für Filme abgeben, die man sich, wenn man schon mal einen Netflix-Zugang hat, gern mal zu Gemüte führen kann, ohne ein Bollywood-Fan zu sein. Kleiner Tipp: wenn man die für europäische Sehgewohnheiten allzu übertriebenen Momente mit Humor nimmt, hat man sehr viel zu lachen!


Für Fantasy/Action-Fans:

Makkhi – Die Rache der Fliege

Diesen FMakkhi – Die Rache der Fliegeilm MUSS man unbedingt gesehen haben! Das Berliner Publikum des Fantasy-Filmfestes hat diesen großartigen Film gefeiert. Eine wiedergeborene Fliege, die auf Rache sinnt und ihren Mörder an den Rand des Wahnsinns…das ist einfach urkomisch und einzigartig!

 

 

 


Für Fans aus dem Bereich Thriller:

Raman Raghav 2.0

Raman Raghav 2.0

Korrupter Cop vs. Psycho-Serienkiller. Absolut düster, aber unglaublich gut gespielt! Fast könnte einem der Psycho-Raman sympathisch sein…

 

 

 

 


Für Krimi-Fans:

Raees 

RaeesEin krimineller Schmuggelkönig, der trotzdem à la Robin Hood versucht, Gutes zu tun…geht das? Aufregende Reise in die 80er Jahre mit viel kunstvoll gespritztem Blut.

 

 

 

 


Für Romantiker:

Sairat

SairatIn diesen Film habe ich mich auf der Berlinale verliebt. Ein romantisches Drama, ja, aber mit absolut realistischem Hintergrund. Liebe, wo keine sein darf. Der Preis ist hoch.

 

 

 

 

 


Für Sportler/Biographie-Fans:

Mary Kom

Mary KomIch bin wahrlich kein Fan von Frauenboxen, aber mit diesem Film wird man es. Diese Frau ist in mehrfacher Hinsicht STARK. Setzt sich gegen alle Gegner, auch in der eigenen Familie durch und lässt sich auch nicht von ihrem Weg abbringen, als sie alle nach der Geburt ihrer Zwillinge längst abgeschrieben haben. Tolle wahre Geschichte!

 

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Where to, Miss? Eine indische Taxifahrerin erkämpft sich ihren Weg

Dieser Dokumentarfilm ist ein wahrer Goldschatz, denn er zeigt die unterdrückten Frauen in Indien nicht als Opfer, sondern als Heldinnen, die versuchen keine Angst zu zeigen, um Vorbild zu sein und die ihren Traum eines selbstbestimmten Lebens mit aller Kraft verfolgen und das ist verdammt nochmal ziemlich beeindruckend!

Nachdem die Gruppenvergewaltigung 2012 in Delhi für weltweites Entsetzen sorgte, gründeten sich einige Organisationen, darunter auch „Women on Wheels“ von der Azad Foundation. Hier fahren Frauen Taxis, damit Frauen sicher durch Delhi fahren können. Das Großartige daran: Hier lernen die Frauen nicht nur Taxi fahren, sondern auch Englisch, Selbstverteidigung und Gender Studies.

Der größte Wunsch der Hauptdarstellerin Devki ist es, eine solche Taxifahrerin zu werden. Devki fällt schon vom Äußeren her aus dem Rahmen. Mit Jeans und Hemd ist sie für eine Frau ungewöhnlich leger in Delhi unterwegs. Und auch ihr Wunsch zu arbeiten, und das auch noch als Taxifahrerin, ist für eine Frau ihres Standes ungewöhnlich. Von ihrem Vater bekommt sie für diesen Wunsch erst einmal eine Tracht Prügel. Aber nichts hält sie davon ab, für ihren Traum zu kämpfen. Auch als sie ihren (zweiten) Mann kennen lernt (vom ersten hatte sie sich aus guten Gründen getrennt) und dieser wie auch der Schwiegervater nicht möchte, dass sie diesen Job verrichtet, setzt sie alles daran, trotzdem zu fahren. Devki möchte sie selbst sein…nicht nur die Tochter ihres Vaters, die Frau ihres Mannes, die Mutter ihres Sohnes. Sie, Devki, möchte Taxifahrerin sein.

Und auch wenn ihr Weg dorthin natürlich mit vielen beschwerlichen Momenten gepflastert ist, ist man als Zuschauer so hinein gezogen, dass man unheimlich stolz auf Devki ist, als wäre man mit ihr in dieser kurzen Zeit sehr gut bekannt. Alle vor der Kamera sind so natürlich und ich habe mich in vielem an meine Indienreise erinnert gefühlt. Die Kameraführung, die Musik, die Menschen…irgendwie wurde hier alles richtig gemacht.

Nachdem Regisseurin Manuela Bastian 2011 für den Dokumentarfilm „Kampf in Pink“ das Drehbuch schrieb (gekleidet in pinke Saris kämpfen die Frauen der Gulabi Gang notfalls auch mit Stöcken gegen Ungerechtigkeit), war dieser Dokumentarfilm ein weiteres Projekt, welches starke Frauen in Indien porträtiert. Über drei Jahre gingen die Dreharbeiten, oft musste Devki erst wieder mühsam aufgespürt werden, da sie immer wieder umgezogen war und die Handynummern wechselte. Das Festhalten an Devkis Geschichte hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Sehr sehenswert und Mut machend!

Der Film läuft ab 19.1. im Kino (leider nicht in allen Städten). Also wenn er in eurer Stadt läuft, anschauen! http://wfilm.de/where-to-miss/kinotermine/

P.S. wirklich toller Soundtrack!

 

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Die Zeit der Frauen – wer braucht schon Machos?

„Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt. Wie wollt ihr ohne Mann allein zurecht kommen?“ ruft der wütende Sohn, als die Mutter ihn aus dem Haus wirft, nachdem er ihr Erspartes für Alkohol und Prostituierte gestohlen und seine Frau verprügelt hat, die ihn dafür zur Rede stellte. SO VIEL BESSER, DU ARSCH!!! möchte man ihm am liebsten entgegen rufen, denn wenn man sich die Schicksale der vier Frauen anschaut, die in diesem Film so farbenprächtig beleuchtet werden, machen ihnen die Männer das Leben so unendlich schwer, dass sie ohne ihre Männer so viel besser leben könnten.

Dieser Film lässt kein einziges gutes Haar an den Männern dieser Dorfgemeinschaft. Faule, nichtsnutzige Trunkenbolde, die ihre Frauen schlagen und sie als reine Sexobjekte ansehen. Was in ländlichen Gegenden sicher auch noch sehr oft der Fall ist und jeder schlagende und vergewaltigende Mann ist ein schlagender Mann zuviel. Aber so viele Frauen haben dieses Schicksal ja stoisch ertragen und weiter an ihre Töchter gegeben und behandeln ihre Schwiegertöchter so grausam, als würden sie dadurch Vergeltung erlangen wollen für die quälenden Jahre der Erniedrigung. Sie müssten es doch so viel besser wissen. Immerhin schaffen es die vier Frauen zu einem Happy End in dem Film, so dass man die wütende Stimmung verarbeiten kann. Warum sollte man nicht auch mal so absolut schonungslos mit der daueralkoholisierten, agressiven, nichtsnutzigen, sexisitischen Männerwelt abrechnen dürfen. Es gibt ja zum Glück auch noch die gebildeten, warmherzigen, liebevollen, witzigen, treusorgenden Männer. Die kommen in dem Film zwar nur am Rande vor und werden dafür von den Idioten halb tot geprügelt…aber ja, es gibt sie.

Der Film ist auf jeden Fall sehenswert: man verbringt einen Abend mit vier tollen Frauen und ihren Lebensdramen, durch die sie keineswegs ihren Humor verlieren. Selbst ein vibrierendes Handy kann so viel schönes Gelächter hervor rufen. Das alles gespickt mit den wunderschönen Farben Rajasthans und bollywoodesken Tanzsenen. Sozialkritisches Kino auf sehr unterhaltsame Art.

Wie immer empfehlenswert in der OmU-Version, z.B. in den Hackeschen Höfen Berlin

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Reise nach Agra – eine Hochzeit und ein Todesfall…

…bevor der werte Leser denkt, hier handele es sich um einen Krimi oder tatsächlich ereignete dramatische Verwicklungen…mitnichten. Ich habe nur in Anlehnung an einen berühmten Film etwas gewitzelt. Der Todesfall bezieht sich ein wenig metaphorisch auf das berühmte Mausoleum Taj Mahal.

Aber von vorn. In Agra angekommen gab es nicht viel Zeit zu verlieren, denn nun war unsere Chance gekommen, einmal einer echten indischen Hochzeit beizuwohnen.

Der Weg dahin war allerdings etwas beschwerlich. Man sollte sich in Indien nicht auf Google Maps verlassen. Wir wurden damit nämlich in eine sehr zwielichtige Gegend geschickt, in der so einige alkoholisierte Männer herum liefen und das Auto kam kaum durch die engen Gassen. Irgendwann gaben wir auf und machten zum Glück kehrt. Das war das erste Mal auf dieser Reise, wo es mir doch sehr unheimlich wurde.

So wartete man schon ungeduldig auf uns. Wir befanden uns zwar schon im fortgeschrittenen Stadium der Feierlichkeiten, genauer gesagt war es der siebente Tag, aber doch wurden wir dann so erschlagen vom Umfang, als wäre es der erste Tag gewesen.

Auf einem sehr großen Areal standen ringsum zahlreiche Köche, die dem Publikum jede erdenkliche Speise frisch zu bereiteten. Niemals hätte ich mich durch all diese Stände probieren können. Aber das, was ich kostete, war hervorragend. Neben der Bühne war eine riesige Leinwand aufgestellt, auf der man live mitverfolgen konnte, was mit dem Brautpaar gerade geschieht. Auf diesem riesigen Areal mit den vielen Menschen ist es nicht leicht gewesen, einen Blick auf das Brautpaar zu werfen. Später kam dann die Braut zur Bühne geschritten und es gab viel Knallerei, Konfetti, Bilder mit allen Verwandten…alles natürlich immer von einem professionellen Team gefilmt. Am Ende legte auch noch ein DJ auf und wir stürmten die Tanzfläche. Alles in allem genauso, wie man es in den Filmen auch immer präsentiert bekommt. Pompös, riesig, bunt, laut und eine tolle Erfahrung.

Am nächsten Tag lautete die Ansage, schon zum Sonnenaufgang das Hotel zu verlassen, um vor der größten Touristenmeute am Taj Mahal zu sein und dieses im schönsten Morgensonnenschein zu erleben. Bevor man hinein darf, muss man sich einer umfangreichen Taschenkontrolle unterziehen. Diese ergab, dass ich meinen Leucht-Gummiball, den ich zum 25jährigen Jubiläum des Mauerbaus erworben hatte, nicht mit reinnehmen durfte. Ein geschäftiger Betreiber eines Shops neben dem Eingang bietet für solche Fälle an, dass er diese verbotenen Sachen aufbewahrt und man dann als Gegenleistung dafür später im Shop etwas kauft. Sehr schlau.

Als ich dann endlich live und wahrhaftig vorm Taj Mahal stand, war es tatsächlich sehr viel beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte. Unheimlich schön. Weil ja auch etwas makaber. Dieses Grabmal, das der Großmogul Shah Jahan zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene große Liebe erbauen ließ. Angeblich ließ er den Arbeitern nach Fertigstellung die Hände abhacken, damit sie nie wieder ein solches Bauwerk fertigen konnten.

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Man muss sich dann nur mit hunderten anderen Touristen an dieser einen Stelle drängeln, um die berühmte Fotoeinstellung zu bekommen. So wirklich in Ruhe auf sich wirken lassen ist in solcher Hektik leider kaum möglich. Auffallend viele westliche Touristen liefen hier in indischer Kleidung herum. Etwas skurril, aber auch sehenswert.

Die Blütendetails im Inneren des Taj Mahal erleuchten, wenn man eine Lichtquelle daran hält.

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Beim Kauf der Eintrittskarten erhält man diese Schuhüberzieher für den Mamorboden.

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Springen ist übrigens verboten. Wir haben es zweimal ausprobiert und wurden jeweils sofort lauthals und mit bösem Blick ermahnt, dies zu unterlassen^^.

Die dazugehörige Gartenanlage ist sehr liebevoll gepflegt.

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Nach dem Besuch des Taj Mahal ging es zum Roten Fort, der berühmten Festungs- und Palastanlage aus der Epoche der Mogulkaiser.

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Nachdem ich mich schon in Lucknow das erstemal in die lustigen Streifenhörnchen verguckt hatte, verfiel ich ihnen hier ganz, als ein Mann mir einfach ungefragt ein paar Krümel Futter in die Hand streute und ein solches Hörnchen drauf setzte. Wie unglaublich FLAUSCHIG!!!!!!!! Arghhh! Da war es um mich geschehen. Als unsere Reiseleiterin die Bilder später sah, gab es natürlich gleich einen Rüffel, weil die putzigen Dinger Krankheiten übertragen. Aber ich würds trotzdem immer wieder tun ❤

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Die Gartenanlagen waren sehr schön gepflegt und alles gut erhalten. Der Rasen lädt zu einem erholsamen Pausieren ein. Von hier aus hat man auch nochmal einen wunderbaren Blick auf das Taj Mahal.

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Unsere Reiseleiterin war Anjana Singh von Hindi-Online, die diese tolle Reise immer im März anbietet.

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Zu Besuch beim Projekt Hockey-Camp…Chapatiiiiiiiiii!

Eine Station meiner Indienreise war der Besuch in einem Dorf in Rajasthan, in dem die Deutsche Andrea Thumshirn ein Projekt gegründet hat, was den Kindern vor Ort zu einer besseren Schuldbildung und allgemein besseren Chancen durch die Ausübung des populären Hockeysports verhilft.

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Die FAZ hatte vor kurzem ausführlich darüber berichtet:

http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/deutsche-hockey-spielerin-andrea-thumshirn-hilft-in-indien-13402131.html

Nicht nur regelmäßiges Essen, der Englisch-Unterricht, der Sport-Unterricht, auch die Reisen in andere Städte geben den Kindern unendlich mehr Perspektiven und Möglichkeiten, die ihre Eltern im Dorf nie hatten.

Einige Frauen des Dorfes trafen wir auf dem Weg bei der Feldarbeit.

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Bei unserem Besuch waren gerade Praktikanten aus Deutschland vor Ort. Sehr bewundernswert, sich nach dem Abitur gleich solchen Herausforderungen zu stellen. Schließlich ist das Leben in Indien ist einfach mal ganz anders und mit einigen gefährlichen Gegebenheiten verbunden. Einige der Herausforderungen ist es z.B., den Kindern beizubringen, dass es einen persönlichen Abstand zu wahren gibt, dass sie den anderen nicht ins Gesicht niesen und sich öfter die Hände waschen sollten. Umso schwieriger, wenn man nicht so gut die Muttersprache der Kinder spricht, sondern versuchen muss, mit Englisch voranzukommen. Das wurde sehr deutlich, als wir versuchten, die Kindern für ein gemeinsames Foto zusammenzubekommen. Der kleine Flohhaufen stob immer wieder wild auseinander und wollte sich einfach nicht zusammenfinden, bis unsere Reiseleiterin Anjana ein paar konkrete Anweisungen auf Hindi gab und schwuppdiwupp standen alle da wie eine 1. Nur der Hund von Andrea verstand widerum kein Hindi und drängelte sich zwischen die Kinder.

Und nun lernte ich auch etwas ganz wichtiges: man sagt nicht „Cheese“, um ein Fotolächeln für die Kamera zu entlocken, sondern CHAPATIIIIIIIII! (wer es nicht weiß, Chapati ist das Fladenbrot, das in Pakistan (Roti) und Nordindien zum Essen gereicht wird)

Die Kühe auf dem Hof sichern den mangelernährten Kindern eine seltene Milchnahrung.

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Die Praktikanten berichteten auch davon, dass es den Kindern schwer fällt, ihre eigene Kreativität zu entdecken. Sie sind es gewohnt, nur nach Anweisungen zu handeln. Freies Malen ist ein großer Lernprozess. Das hat mich gleich an meinen Lieblingsfilm Taare Zameen Par erinnert.

Ich bin sehr froh, dass ich mir dieses Projekt vor Ort anschauen konnte und dass es solche Projekte gibt. Unsere liebe Mitreisende S. hatte auch fleißig Spenden in Deutschland gesammelt, die sie so persönlich übergeben konnte. Dieses Projekt würde ich auch gern mit meiner persönlichen Anwesenheit unterstützen. Bis dahin müsste ich allerdings noch ordentlich Hindi pauken…

Unsere Reiseleiterin war Anjana Singh von Hindi-Online, die diese tolle Reise immer im März anbietet.

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Die lustige Welt der indischen Tiere

Ich liebe Tiere! Und auf meiner Indien-Reise habe ich viele tolle Tiere getroffen, so dass ich ihnen unbedingt huldigen muss.

Ganz und gar unsterblich verliebt habe ich mich in die süßesten Streifenhörnchen der Welt, ich glaube, es sind die Indischen Palmenhörnchen. Awwwwwwww! Nachdem ich eines auf meiner Hand hatte, war es um mich geschehen! Ich bin jedesmal fast zusammengebrochen vor lauter Niedlichkeit der kleinen Racker. Auch wenn unserer Reiseleiterin Anjana uns zu Recht niemals erlaubt hätte, ihnen so nahe zu kommen. Sie können schließlich Krankheiten übertragen, so auch die Tollwut. Also alles andere als niedlich….aber wer denkt dem beim Anblick an diese putzigen Kerlchen an sowas? ❤

Es gab schräge Vögel, aber auch altbekannte, wie die Gänse im Lodi-Park in Delhi.

Neben einem Kamelritt durfte auch der Elefant nicht fehlen…allerdings hätte ich nicht gedacht, dass ein Elefantenritt so feucht sein würde…von oben bis unten voller Elefantenschnodder…so hatte ich mir das nicht vorgestellt! *pruuuust*

Kühe und Schweine überall dort, wo es viel Müll gibt.

Die Affen trieben sich auch überall herum. So mutig, sie zu füttern, war ich nicht. Ich hielt lieber respektvoll Abstand. Pringles schmecken ihnen offensichtlich auch.

Die Kobra war tatsächlich echt…wenn auch ohne Giftzähne, aber ganz gewiss nicht aus Gummi.

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Die Hunde schliefen immer und überall.

Sehr selten dagegen zu sehen: Katzen! Da sie keine Nutztiere sind, werden sie auch nicht gehalten. In dieser bewachten Wohnanlage war das Überleben der Katze gesichert, da dort nicht wie anderswo, über die Hunde frei herum liefen.

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Und auch Ziegen waren anzutreffen.

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Wie dieses wieselartige Tier heißt, habe ich leider vergessen…kann mir jemand auf die Sprünge helfen?

 

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Chand Baori – zu Besuch beim zauberhaften Stufenbrunnen bekannt aus Paheli

Chand Baori

Chand Baori

Ich bin sehr froh, dass wir es trotz knapp bemessener Reisezeit geschafft haben, diesen zauberhaften Ort bei Abaneri inRajasthan, zu besichtigen. Als Bollywood-Fan ist mir dieser Stufenbrunnen durch Paheli bekannt und an diesem faszinierenden Bauwerk, dem wohl größten Brunnen Indiens zu stehen, ist ein wahre Augenweide und sehr erstaunlich. Auch wenn der Brunnen schon lange nicht mehr in Benutzung und die Betrachtung des Brunnens durch einen Zaun getrennt nur von sehr weit oben möglich ist, konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen, wie eifrig die Leute damals aus allen Himmelsrichtungen zur Mitte des Brunnens strömen konnten, einen Plausch hielten und sich im Schatten von der Hitze erholten.

Bei der Tiefe kann einem schon fast schwindelig werden, aber diese war notwendig, um an das knappe Grundwasser zu gelangen.

Zur Zeit ist der Brunnen noch ohne Eintritt zu besichtigen, jedoch wird überlegt, demnächst Eintrittsgeld zu erheben, damit der Brunnen erhalten werden kann.

Hier einige Szenen aus Paheli ( Die Schöne und der Geist) mit dem Brunnen:

 

Paheli

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Paheli

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Paheli

Paheli

Paheli

weiterführende Beiträge dazu:

http://stuffmorpork.blogspot.de/2012/11/der-stufenbrunnen-chand-baori.html

http://bldgblog.blogspot.de/2012/11/chand-baori.html

http://www.goplaces.in/blog/the-chand-baori-at-abaneri/

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Sehenswertes in Lucknow

Nach Lucknow verirren sich nicht ganz so viele Touristen, da es angeblich nicht so viele Sehenswürdigkeiten gibt. Ich finde Lucknow aber durchaus sehens- und erlebenswert.

Ob hier wirklich das reinste Urdu und Hindi gesprochen wird, mag ich mit meinen wenigen Urdu und Hindi-Kenntnissen nicht zu beurteilen, aber der Ort ist wohl bekannt dafür.

Am sehenswertesten ist der Bara Imambara („Großes Haus des Imams“).

 

Um hier hineinzukommen, muss man die Schuhe abgeben. Mit ein wenig Glück bekommt man sie am Ende auch wieder, denn die Leute, die die Schuhe entgegen nehmen, sehen in ihrer Zettelwirtschaft offensichtlich nicht so recht durch.

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Im Dachgeschoss befindet sich ein großes Labyrinth. Unser Führer bot uns an, das Labyrinth allein zu erkunden. Darauf wollten wir uns aber nicht einlassen, denn die Gänge waren sehr schmal und es waren sehr viele Leute darin. Uns war etwas mulmig, denn eine kleine Panik und das Drama wäre groß.

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Hier wurde viel wert auf Gebäudetechnik gelegt. Selbst ein leises Flüstern ist noch 3 Labyrinthgänge weiter zu hören. In diesem großen Saal kann man hören, wenn auf der anderen Seite ein Streichholz entzündet wird.

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Dieser Brunnen diente als Art „Kamera“. Man sah sehr deutlich, wer sich am Eingang bewegte. Ebenso konnte man von drinnen sehr weit nach außen zum Eingang sehen. Unwilkommene Gäste konnte so schnell entdeckt und bei Bedarf von Bogenschützen beschossen werden, die selbst unsichtbar blieben.

 

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Für die meisten Leute waren wir eine Art Alien, Menschen von einem anderen Stern, vor die man sich einfach mal so hinstellte und beobachtete, wie diese kleinen Kinder.

Imambara Lucknow

Imambara Lucknow

Nach getaner Touristenerkundung war eine Stärkung willkommen. Das Royal Cafe eignet sich am besten dafür, da man dort z.B. das Pani Puri, auch als Gol gappa bekannt, zu sich nehmen kann. Hier wird nämlich Trinkwasser verwendet. Alles andere wäre für den weiteren Verlauf der Reise zu gefährlich gewesen. Das Wasser gibt es z.B. in der süßen und sauren Variante. Man sollte die Teile im Ganzen verzehren, ansonsten endet das Verspeisen in einer großen Kleckerei.

 

Die Sonne geht in Lucknow so wunderschön glutrot unter.

Lucknow

Lucknow

Nach Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch im beleuchteten Elefantenpark Ambedkar Memorial Park.

In Lucknow gibt es auch einen großen Markt, wo man sich überall Mehndi machen lassen kann.

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Mehndi Lucknow

Und wie überall Sari-Geschäfte, in denen nur Männer arbeiten, die einem dann auch die Ware entsprechend präsentieren, was ihnen sichtlich Freude bereitet 🙂

Das Allerallerbeste, was ich in Lucknow erleben durfte, war die Fahrt mit einem Moped durch diesen abenteuerlichen Verkehr! In Deutschland ist das immer ein großer Aufwand: Helm, entsprechende Kleidung, immer schön an die Regeln halten. Und da springt man einfach ohne Helm aufs Moped und fährt so, wie man gerade eben durchkommt. GRANDIOS!

Also durchaus eine Reise wert, dieses Lucknow.

Unsere Reiseleiterin war Anjana Singh von Hindi-Online, die diese tolle Reise immer im März anbietet.

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Holi-tastic!!!

Nun bewerben wieder unzählige Anbieter das importierte „Holi-Festival“ für Deutschland, und ich kann mit Stolz sagen, dass ich das echte Holi-Fest diesmal in Indien miterlebt habe…

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Bereits am Vorabend des Holi-Festes kann man schon „vorfeiern“,  sich innerhalb der Familie darauf einstimmen und sich mit Farben beschmieren. Da dies in der Wohnung geschieht, ist man hier etwas vorsichtig, aber die Böden sind meist darauf eingerichtet und die Fliesen abwaschbar. Auch werden überall große Lagerfeuer angezündet. Hier kann man alte Sachen hinein feuern (z.B. auch alte Hautschuppen), damit die Erneuerung beginnen kann. Willkommen Frühling.

Bereits auf dem Weg nach Lucknow, wo wir das Fest bei der Familie unserer Reiseleiterin Anjana erleben durften, waren die ersten farbigen Menschen unterwegs. In der Woche konnte man immer wieder gefärbte Kleidung entdecken.

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Beeindruckend fand ich, wie zärtlich man sich gegenseitig die Farbe ins Gesicht schmiert. Das besondere ist ebenso, dass gesellschaftliche Grenzen zu diesem Fest aufweichen. Die niederen Kasten dürfen zusammen mit den höheren Kasten feiern. Das macht dieses Fest für mich noch sympathischer. Und diese Farben! Kein Vergleich zu den Farben, die ich bisher in Deutschland auf den Festivals kennengelernt habe. Bio-Farben, so wunderschön leuchtend und duftend! Natürlich gab es auch andere Farben…Farbschaum, Farböl, Farbwassereimer…einen solchen bekam ich dann leider auch ab, und die Farbe ließ sich sehr schlecht wieder abwaschen. Trotz Einölung am Morgen. Aber nach ein paar Tagen ging auch die hartnäckige Lila-Farbe vom Rücken weg.

Wir haben das Fest in einer bewachten Wohnsiedlung gefeiert. An einem zentralen Platz war eine Tanzbühne mit DJ aufgebaut. Hier haben wir uns dann einfach zu den vielen tanzenden Menschen gesellt, die uns ohne Scheu und mit viel Freude in ihre Mitte aufnahmen und fröhlich mit uns tanzten.

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Wichtiges Instrument sind auf jeden Fall Wasserpistolen, damit die Pulverfarbe auch schön verschmiert.

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Also eines ist klar: nachdem ich nun das originale Holi-Fest mit erlebt habe, werde ich mich den kommerziellen Versionen verweigern, da der ursprüngliche Sinn des Festes so ganz und gar nicht vorhanden ist, der erst den wirklichen Spaß ausmacht.

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Unsere Reiseleiterin war Anjana Singh von Hindi-Online, die diese tolle Reise immer im März anbietet.

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Mein persönliches IndoGermanFilmweek-Filmefazit

Filme, die mich am meisten beeindruckt haben und die ich uneingeschränkt empfehlen kann (wow!):

Mary Kom.

Film über Chungneijang (später als Mary Kom bekannt), die entgegen aller Widerstände fürs Boxen brennt. Als sie auf dem Höhepunkt ihrer Box-Karriere heiratet, ist ihr Meistertrainer schwer enttäuscht, weil er damit ihre Karriere beendet sieht. Doch die Leidenschaft fürs Boxen brennt weiterhin so sehr in ihr, dass sie trotz ihrer Zwillingsmutterschaft ein Comeback starten will. Unglaublich beeindruckende Geschichte einer Powerfrau, die sich keine Steine in den Weg legen lässt, großartig realistisch dargestellt von Priyanka. Mit dem Film wird man zwangsläufig Fan vom Frauenboxen.

Mardaani.

Film über die coolste Polizistin, die ich je gesehen habe. Clever & smart, taff, da ist man einfach baff. Selbst die miesesten Einschüchterungsversuche der Kriminellen lässt sie nicht aufgeben. Sie hat im indischen „Rechtssytem“ genau die richtigen Antworten parat. Die Hintergründe sexueller Kriminalität sind leider sehr real, aber diese starke Frau gibt Hoffnung. Neben Rani würde sogar der obercoole Dabangg-Matchobulle Salman Khan verblassen. Rani als Police Wala: leider geil.

 

Filme, die mir sehr gefallen haben, auch wenn die angesprochenen Themen die dunklen Seiten der indischen Gesellschaft beleuchteten (yeah!):

Fandry.

Film über die Leiden der niederen Kasten, die die unliebsamen Aufgaben des Dorfes übernehmen müssen und ständig an Grenzen stoßen. Jabya, Sohn einer Familie, die sich z.B. um das Verjagen der Wildschweine kümmern muss, verliebt sich in ein Mädchen einer höheren Kaste, denn die Liebe kennt zwar keine Grenzen, die Gesellschaft schon. Aaaahhh, dieser verliebte Blick, den er ihr immer zuwirft, das ist einfach so betörend! Da geht einem das Herz auf! Und gleichzeitig weiß man, dass es keine Chance auf ein Happy End geben wird. Dramatisch schön!

Jal.

Film über den täglichen Überlebenskampf von Menschen, die in Regionen mit Wasserknappheit leben. Hier wird für Wasser gemordet. Da kommt eine russische Tierschützerin des Weges, deren Herz es bricht, dass die armen Flamingobabys sterben, und prompt wird eine große Rettungsaktion von der Regierung unterstützt und nach sauberem Wasser gebohrt. Flamingos gerettet. Dass die Menschen ebenso dringend das lebensnotwendige Wasser benötigen, interessiert niemanden. Man dürstet beim Filmschauen mit, man taucht ein in die Fata Morganen, die erscheinen. Tolle Bilder! Traurig schaurig schön!

Haider.

Hamlet auf den Kashmir-Konflikt der 90er Jahre übertragen. Kommt leider erst in der zweiten Hälfte richtig in Fahrt. Dann aber auch großes Kino. Blutig schön!

 

Filme, die eine tolle Geschichte zu erzählen hatten (supi):

Traces of Sandalwood. 

Zwei indische Waisenkinder werden als Kinder getrennt, die später erfolgreiche ältere der beiden Schwestern findet schließlich die Spur ihrer jüngeren Schwester Sita in Barcelona und sucht sie dort auf. Die hat so überhaupt keine Ahnung davon, dass sie überhaupt adoptiert wurde und ist total überfordert mit der Tatsache, dass ihre Eltern ihr das bis jetzt verheimlicht haben und dass sie plötzlich eine Schwester hat und ganz andere Wurzeln. Ein Film auch für Barcelona-Fans.

 

Filme, vor denen ich warnen muss (zu Risiken und Nebenwirkungen…):

Titli.

Film über eine kriminelle Familie und dem Versuch des Jüngsten, aus dieser Gewaltspirale auszubrechen. Nach diesem Film hatte ich richtig dramatische Alpträume. Keine Ahnung, wie er das geschafft hat, denn normalerweise finde ich auch an blutigen Szenen durchaus Unterhaltungswert. Aber was hier gezeigt wird, ist eben sehr real und so gar nicht absurd. Der Film soll demnächst regulär in die deutschen Kinos kommen. Da kann ich nur warnen: nur für ganz hartgesottene Gemüter!

 

Filme, von denen ich mir im Nachhinein dachte, schade um die Zeit im dunklen Kinosaal (kann weg):

Suleimani Keeda.

Film über zwei Drehbuchautoren, die Bollywood aufmischen wollen. Getreu der Idee im Film, einen Film ohne Story, außerhalb der üblichen Filmkonventionen zu machen, plätschert eben dieser Film sehr ideenlos vor sich hin. Netter Einblick in Mumbais Kreativviertel. Statt einem Gitarrenspieler hört man hier auf der Party halt einem Sitarspieler zu. Muss man aber nicht gesehen haben. Wie sagte die Hauptdarstellerin so schön: Life is too short. Ja, sollte man seine Zeit nicht mit solchen Filmen verschwenden.

 

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