Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Sultan – Wenn Knochen brechen und Herzen schmelzen

Ach was soll ich hier viele Worte verlieren, diesen Film sollte man einfach gesehen haben! Salman Khan ist nicht nur ein absolut sehenswerter Weltklasse-Ringer, er kann auch so verdammt gut einen gebrochenen Helden spielen. Gebt Salman eine gute Rolle und er macht etwas richtig Besonderes draus. Vergesst Rocky, er ist der King of the Ring!

Auch wenn der Sport die treibende Kraft des Films ist, so ist er doch nur die große Metapher auf das Leben. Gib nicht auf! Der wahre Held ist der, der Niederlagen erträgt und sich zurück kämpft ins Leben. Und Mädchen sind genauso gute Kämpferinnen. Es gibt wieder viele schöne Lebensweisheiten zu sehen, und Salman Khan verpackt das alles so unglaublich herzerwärmend, so rührend, und gleichzeitig so kraftvoll, dass einen dieser Film auf jeden Fall packt! So eine innerliche Anmut in so einem Stiernackenkörper! Das glaubt man nicht, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Romantic Wrestler Salman Khan gibt sich wieder einmal die ganz besonders Ehre. Mehr Fan kann ich eigentlich gar nicht mehr werden.

Unbedingt sehenswert!

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Prem Ratan Dhan Payo -die doppelte Ladung Salman Khan schlägt zu

Man könnte meinen, Salman Khan versucht gerade all die Verfehlungen seines realen Lebens damit wett zu machen, indem er einen großen Helden nach dem anderen spielt. Immerhin spielt er diese so gut, dass man ihm den Leinwandhelden auch wirklich abnimmt. Nach seinem großen Hit Bajrangi Bhaijaan hatte ich ja befürchtet, dass sein nächster Film im Vergleich einfach nur verlieren kann, aber überraschenderweise war dem gar nicht so. Der mit dem allersüßesten Hundewelpenblick ausgestattete Monstermuskel-Hulk ist tatsächlich wieder sehenswert.

Diesmal muss Salman dafür sorgen, dass sich eine verfeindete königliche Maharadscha-Familie wieder verträgt. Die Geschichte an sich ist weniger fesselnd, weil schon in anderen Filmen tausendmal erzählt. Ein Doppelgänger muss den zukünftigen König vorerst ersetzen, da dieser einem Komplott zum Opfer gefallen ist. Salman Khan in der Doppelrolle durchaus überzeugend. Ein herzensguter Mensch aus dem einfachen Volk vs. der herrscherische, traditionsbefangene Prinz. Allerdings kommt die Geschichte für mich nicht so recht in Gang. Erst in der zweiten Hälfte, als der falsche Maharadscha versucht, die Familie wieder zusammen zu führen, die bis dahin auf Grund von Neid und Missgunst untereinander bis aufs Blut zerstritten ist, kommt das Ganze in Gang und ist durchaus unterhaltsam und yeah, Drama Baby! Bis dahin blieben alle Schauspieler merkwürdig farblos, was vielleicht angesichts des unglaublich gigantisch kitschigen Bühnenbildes gar nicht mal so schlecht war, sonst wären die Augen schon sehr früh überfordert gewesen von dem allzu bunten Treiben auf der Leinwand. Ohne den großartigen Salman Khan wäre der Film wohl eher ein Flop. Salman reißt ziemlich viel raus. Die pompöse Bühnenbild-Ausstattung hat bei mir schon eher den Reflex ausgelöst, dass dieses Geld wohl besser der großen Armut in dem Land entgegengewirkt hätte, statt in diesen Film gesteckt zu werden. Aber gut, das ist ein anderes Geschäft. Wer Salman liebt, wird seinen Spaß haben.

Ich muss jetzt zur Verdauung erstmal wieder ein paar anspruchsvollere indische Filme schauen 🙂 Umrika scheint mir als nächstes die rechte Wahl.

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Bajrangi Bhaijaan – wahnsinniger Held oder verrückter Trottel überwindet verhasste Grenzen

Wow! Wer hätte gedacht, dass Salman Khan einmal nicht einfach nur draufhaut wie ein Berserker, sondern sich hauptsächlich darum kümmert, Gutes zu tun. Natürlich dürfen im Sinne der Mission auch mal die Fäuste fliegen, aber das wirklich nur in der größten Not. Und das zog sogar noch mehr Menschen in den Kinosaal, als seine besten Action-Kracher.

Selbst der große Aamir Khan überschüttete Bajrangi Bhaijaan und Salman Khan mit soviel Lob, dass ich es kaum glauben konnte. Offensichtlich ist dieser Film in Salmans Filmographie etwas sehr besonderes. Und tatsächlich: unser allseits geliebter Haudrauf zeigt uns hier mit so viel Inbrunst, dass nicht nur Hass und Prügeleien die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern eine Mission des Guten sogar die verhassten Staaten Indien und Pakistan miteinander verbinden kann.

Pawan Kumar Chaturvedi, auch bekannt als Bajrangi, ist nicht unbedingt der Hellste, was in dem Fall sehr praktisch ist, denn ein überlegter Mensch hätte dieses Vorhaben nie im Leben in Betracht gezogen. Doch der unglaublich religiöse Pawan hat seinem heiligen Ram das Versprechen gegeben, dass er das kleine Mädchen zu seinen Eltern nach Pakistan zurück bringen wird, unter allen Umständen. Und diese Umstände sind hart. Als sich heraus stellt, dass das kleine Mädchen Muslimin ist, bricht für Pawan doch erstmal eine kleine Welt zusammen. Doch die Hetzjagd in Pakistan, als indischer Spion verdächtigt, konfrontiert ihn noch mit viel härteren Kämpfen. Denen im Kopf. Es gibt aber zum Glück genügend gute Mitspieler, die ihm auf pakistanischer Seite helfen. Zum einen der muslimische Priester, gespielt von Om Puri. Was bin ich glücklich, dass ich Om Puris letzten Film schon wieder verdrängt habe, als dieser einen korrupten Politiker spielt, der versucht, eine junge Politikerin mit Versprechungen gefügig zu machen. Uargh! Aber hier wieder in einer Glanzparade. Und der Journalist, gespielt von Nawazuddin Siddiqui, so herrlich komödiantisch, einfach großartig!

Über allen strahlt natürlich das kleine Mädchen, dass den ganzen Film über kein Wort sagt, aber in ihrem Gesicht spiegelt sich alles wieder, was man wissen muss. So ein Diamant macht solch einen Film natürlich unbezahlbar.

Tolle Schauspieler, tolle Bilder, wahnsinnig herzergreifend, unglaublich witzige Momente, alles sehr liebevoll auf die Leinwand gebracht. Was will man mehr! Unser Salu Bhai ist sooo süß, wenn er sich um das Wohl kleiner Mädchen kümmert. Hach! Bei diesem Film vergisst man total, dass er im Privatleben schon so einige Verbrechen zu verantworten hat. Für diesen Film muss man ihn einfach lieben.

Für das wohlwollende Verständnis Indien – Pakistan einfach unersetzlich! TOP!!!

Und ich habe gelernt, Inder jodeln auch. Sehr lustig!

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Mit fliegenden Fäusten gegen Korruption und Ungerechtigkeit – Jai Ho!

Stellt euch vor, da gibt es einen Filmhelden, der die Welt zu einem besseren Ort machen möchte, der gegen Korruption und Ungerechtigkeit kämpft und dessen Lebensmotto so einfach, aber genial ist:
Statt sich bei ihm zu bedanken, sollen die Leute, denen er geholfen hat, lieber 3 anderen Menschen helfen und die wiederum 3 anderen Menschen usw. Auf diese Weise würde es einen Hilfskette mit Millionen Menschen geben. (Dieses Konzept zeichnet und rechnet er mit einer solchen Hingabe, dass einem warm ums Herz wird 😉
Tolles Lebensmantra. Wer würde da auf die Idee kommen, dass in dem Film gefühlte 300 Menschen bei Schlägereien umkommen. Irgendwann wird einem schlecht vor lauter Knochenknacken und Blutspritzer. Man hat wirklich Mitleid mit den vielen Stuntmen, die so zahlreich für diesen Film leiden mussten. Hoffentlich wurden sie angemessen entlohnt.
Ok, es ist ein Salman Khan-Film, der Knochenbrecher muss seinem Bild von einem ganzen Mann ja gerecht werden. Nicht ohnehin war das Kino diesmal ungewöhnlich männerlastig besetzt. Hier ist klar, wollen die Männer ganz auf ihre Kosten kommen. Und Salman ist ein Garant für das Spiel des coolen Badboy, der im Grunde natürlich nur Gutes möchte, aber von den Bösen dazu getrieben wird, für das Gute auch mal die Fäuste zu schwingen. Legt euch nicht mit dem Tiger an!
Ich fand den letzten Salman Khan-Film „Danbangg 2“ leider um so vieles besser, dass ich doch eher enttäuscht von diesem Film war.
Obwohl er eine so schöne Grundidee hatte. Vielleicht wird sich die Dreier-Hilfskette ja irgendwann durchsetzen.
Bis jetzt werde ich nur bemitleidenswert angeschaut, wenn ich von dieser Idee erzähle, da es wohl zu unglaublich erscheint, dass sich so viele Menschen uneigennützig füreinander einsetzen.
Egal, ich fange einfach mal damit an…im Film brauchte es ja schließlich auch eine Weile, bis sie sich durchsetzte und letztlich zur Rettung des Filmhelden wieder bei ihm ankam…puh!

Witzig fand ich, dass mich die Frau an Salmans Seite „Daisy Shah“ unglaublich an Rani Mukerji erinnerte…ich denke, das ist nicht von Nachteil für sie. Ob der Film sie im Filmgeschäft erfolgreich machen wird, ist fraglich.

Film-Webseite: http://jaiho.erosnow.com/

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