Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Jaoon Kahan Bata Ae Dil – eine Antiromanze

DE

Dieser Film hat mich verstört. Zum einen, weil er für indische Filme ungewohnt realistische Sexszenen enthält. Zum anderen, weil er auch ungewohnt realistische Abgründe einer Beziehung darstellt. Die harmlose Beschreibung bei Netflix bereitet einen nicht im Geringsten darauf vor, was man dann zu sehen bekommt. In der Filmbeschreibung steht nämlich nur etwas von einem Paar, das sich streitet und deren Beziehung im Laufe des Abends zu zerbrechen droht.

Das Paar scheint sich seit einem Jahr zu treffen und die Sexgelüste des Mannes zu befriedigen. Viel mehr Bedeutung scheint die Frau jedenfalls für ihn nicht zu haben. Abgesehen davon, dass er dem „Dummchen“ ständig die Welt erklären muss, macht er sie die ganze Zeit in übelster Weise herunter. Man fragt sich schnell, was die Frau an diesem Ekelpaket findet. Aber erinnert sich auch schnell daran, selbst einmal in so einer Situation gewesen zu sein, in der der Mann, von seiner überragenden Intelligenz berauscht, ständig seine Überlegenheit demonstrieren muss und sich warum auch immer besser fühlt, wenn er andere niedermacht. Den Mann macht es dann auch noch sexuell mächtig an, wenn sie aus Ärger die Situation verlassen will und beruhigt sie zur Not während der Taxifahrt mit einem gefingerten Orgasmus. Erklärt ihr dann beim Essen mit seinem überragenden Verständnis dafür, wie die Dinge auf der Welt laufen, was für eine bescheuerte Idee es ist, dass sie an Heirat denkt. Denkt man sich dann als Zuschauer auch. Sie lässt sich als sein Sexspielzeug missbrauchen während er seine menschenverachtenden soziopathischen Ergüsse physisch und psychisch an ihr ausübt.

Als Anti-Romanze funktioniert der Film hervorragend. Bzw. ist das eigentlich kein Film, sondern eine real-life Doku einer ziemlich beschissenen Beziehung.

Zu sehen bei Netflix: https://www.netflix.com/de/title/81074367

EN

This movie confused me, because on the one hand the movie contains unusually realistic sex scenes. On the other hand, the film also portrays realistic chasms of a destructive relationship. So the harmless description on Netflix is not ​​what you get to see. According to the film description, you expect a movie about a fighting couple and whose relationship is on the rocks.

The couple seems to meet for a year to satisfy the sex cravings of the man. At any rate, the woman does not seem to have much more significance for him then being a sex partner. Apart from the fact that he has to explain the world to the „silly“ all the time, he puts her down in a sickeing manner. The viewer quickly wonders what the woman finds in this disgusting man. But some viewers may also relate to the situation, especially if they’ve been in a similar situation themselves. Specifically, with a man who considers himself more intelligent than others brosting his ego by putting down others. In one scene the man even gets turned on when she wants to leave him in a taxi and prevents her from leaving by giving her an orgasm. He explains to her at dinner, with his outstanding understanding of how world works, what a stupid idea it is for her to think of marriage. She is abused as his sex toy both physically and psychologically while he lives out his inhuman sociopathic tendencies. The film works great as an anti-romance, This is not really a movie, but more like a real-life documentary of a destructive relationship.

 

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Alle verrückt hier!

EN

A cat and mouse game in which the question is: is the main character Bobby so crazy that she really has to deal with a murderer or is she so schizophrenic that Bobby herself is the killer? Until the audience will find out the solution at the end it is an entertaining back and forth between Bobby and her antagonist Keshav. The movie leaves everything open until the end.

How much can you believe a mentally ill person? In the midst of Bobby’s hallucinations, you are extremely confused as to whether it is possible for her to have normal thoughts in any form at all. And, as an actress, do you have to be a bit crazy to be able to play a mentally ill person like that? If you follow the true life of Kangana Ranaut playing the role of Bobby, you can imagine that she has been chosen very well for this role. And Rajkummar Rao as Keshav plays his shady character also very well, especially his last scene in the movie is madness in the truest sense of the word.

The special spice, the masala of the movie, are the extraordinary images. As if the filmmakers living out their passion to interpret visions of this mad woman Bobby psychedelically. I could see that passion. Of course, the best way to see these visions is on a big screen in a cinema. And did the creators of this film need a certain madness for such images? Or at least a bit of dabbling in drugs?

Under the hashtag #ThingsYouShouldKnowAboutMentalIllness you can read on Twitter
experiences which mentally ill people like to share with others. For example, someone wrote: „I have schizophrenia. That does not mean that I have a split personality, as it is exaggeratedly portrayed in some thrillers. Schizophrenia has much more to do with hallucinations, paranoia and very basic fears. Besides, I’m not dangerous just because I have this disease.“ That is exactly what this film wants to explain to us. And sometimes the far more dangerous ones are not necessarily those who stand out as mentally ill.

All in all, it’s always nice to see a film made in India that’s different from the well-known Bollywood soaps. This film definitely belongs to the black mystery drama / psycho thriller genre.

DE

Ein Katz- und Mausspiel bei dem die Frage lautet: ist die Hauptfigur Bobby so verrückt, dass sie es in ihrem Verfolgungswahn wirklich mit einem Mörder zu tun hat oder ist sie am Ende so schizophren, dass sie selbst die Mörderin ist? Bis zur Auflösung geht es erfrischend hin- und her zwischen Bobby und ihrem Gegenspieler Keshav.  Auch wenn man sich beim Schauen vielleicht schon für ein Ende entschieden hat, versucht der Film doch bis zum Finale alles vage zu lassen.

Was kann man einer mental erkrankten Person glauben und was nicht? Inmitten von Bobbys Halluzinationen ist man als Zuschauer schon extrem verwirrt, inwieweit überhaupt noch in irgendeiner Form normale Gedanken möglich sind. Und muss man als Schauspielerin eventuell auch etwas verrückt sein, um eine psychisch Erkrankte so spielen zu können? Das war zumindest sehr überzeugend. Wer das wahre Leben der Kangana Ranaut als Bobby verfolgt, kann sich durchaus vorstellen, dass sie für diese Rolle sehr passend ausgewählt wurde. Und Rajkummar Rao als Keshav spielt seinen zwielichtigen Charakter auch sehr gut, vor allem seine letzte Szene ist der Wahnsinn im wahrsten Sinne des Wortes.

Was dem Film noch die gewisse Würze gibt sind die starken Bilder. Da konnte sich jemand mit Leidenschaft daran austoben, Visionen einer „Verrückten“ psychedelisch zu visualisieren. Diese Leidenschaft sieht man, finde ich. Das kommt auf großer Leinwand natürlich am besten rüber. Und braucht man für solche Bilder auch einen gewissen Wahnsinn? Oder zumindest Drogenerfahrung?

Unter dem Hashtag #ThingsYouShouldKnowAboutMentalIllness kann man bei Twitter Erfahrungen lesen, welche psychisch Erkrankte andere Menschen gerne wissen lassen möchten. Da ist zum Beispiel zu lesen: „Ich habe Schizophrenie. Das bedeutet nicht, dass ich eine gespaltene Persönlichkeit habe, wie es in manchen Thrillern übertrieben dargestellt wird. Schizophrenie hat viel mehr mit Halluzinationen, Verfolgungswahn und ganz einfachen Ängsten zu tun. Außerdem bin ich nicht gefährlich, nur weil ich diese Krankheit habe.“ Ganz genau das will uns dieser Film auch erläutern. Und manchmal sind die Weitaus gefährlicheren ja nicht unbedingt diejenigen, die als psychisch Erkrankte auffallen.

Insgesamt ist es ja immer schön, einen Film made in India zu sehen, der anders ist als die bekannten Bollywoodschnulzen. Dieser Punkt geht auf jeden Fall an das schwarze Mystery Drama / Psychothriller.

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Super Deluxe – Super grotesk

[Achtung Spoiler]

Stell dir vor, du und dein Sohn warten seit 7 Jahren darauf, dass dein Ehemann und Vater deines Sohnes zurück kommt und als er dann endlich mit dem Taxi eintrifft, steigt ein Transvestit aus dem Auto. Der einzige Mensch auf dieser Welt, der mit dieser Situation zurechtkommt, ist der kleine Sohn, der seinen Vater in welcher Form auch immer liebt und sich auch nicht scheut, ihn endlich seinen Freunden in der Schule vorstellen zu können, damit sie ihn nicht mehr als Retortenbaby hänseln können. Doch mit all den anderen Menschen in seinem Umfeld gerät der Heimgekehrte in jeder Situation in Konflikt. Ein Transvestit ist keine Person, die mit einem kleinen Jungen herumspazieren darf. Die Begegnung mit der hiesigen Polizei hat dramatische Folgen…

Oder stell dir vor, du betreibst gerade Ehebruch im ehelichen Bett und der Geliebte stirbt in diesem Augenblick. Das sogenannte „Happy End“ hat ihn ereilt. Ehemann und Nachbarn kommen gleichzeitig vorbei und aus Scham vor der Schande, dass seine Frau ihn betrogen hat, will der Ehemann die Leiche lieber verschwinden lassen, anstatt zur Polizei zu gehen. Eine Leiche verschwinden zu lassen ist schon ein schweres Unterfangen…wenn am Ende aber auch noch die Polizei ihre Hände im Spiel hat, dann kann es nur dramatisch enden.

Oder stell dir vor, du willst mit deinen Kumpels einen Porno anschauen, den du dir wirklich mühsam beschafft hast und dann siehst du, wie die Hauptdarstellerin, den Rücken zugewandt, sich langsam umdreht und…es ist deine Mutter. Dem Wahnsinn verfallen rennst du wie ein Irrer nach Hause, um deine Mutter umzubringen und verletzt dich dabei selbst schwer. Ob du zu retten bist? Dein Vater entführt dich in einen Tempel, weil er fest daran glaubt, dass nur Gebete helfen können. Deine Mutter hat kein Geld für eine Behandlung und der Arzt will ihr auch keine Niere abkaufen…

Klingt alles ganz schön abgedreht? Und wie. Viele sagen, Super Deluxe ist der „Pulp Fiction“ des tamilischen Kinos. Die Handlung besteht aus drei Episoden. Man hat viele WTF-Momente und die schwarze Komödie beschreibt eine Gesellschaft, die von Brutalität und grotesken Zufällen beherrscht wird. Besonders in Erinnerung bleibt mir der Flüsterton. Absurde Situationen mit Flüsterton untermalt machen einen fast verrückt. Definitiv ein einzigartiger Film. Für einige vielleicht zu experimentell, zu absurd, zu deprimierend. Soviel unschöne Wahrheit enthaltend. Auf jeden Fall ein Film, den man so schnell nicht vergisst. Vor allem auch wegen solcher Szenen, in denen Themes von bekannten Filmen mit indischen Instrumenten variiert werden:

Zu sehen bei Netflix: https://www.netflix.com/de/title/81128584

EN [spoiler alert]

Imagine that you and your son have been waiting for 7 years for your husband and your son’s father to come back and when he finally arrives by taxi, a transvestite gets out of the car. The only person in this world who can handle this situation is your little son, who loves his father in whatever shape and he also does not hesitate to introduce him to his friends in the school, so that they no longer accuse to him of being a fertility clinic baby. But returning home after assuming a new gender, the father finds himself constantly running into conflicts. For example a transvestite is not a person allowed to walk around with a little boy. The encounter with the local police has dramatic consequences…

Or imagine you are committing adultery in your bed and your lover dies in the middle oft he act. For the lover in the film the so-called „happy ending“ has done him. Your husband and the neighbors rush over at the same time and  ashamed that his wife has cheated him, your husband wants the body to „disappear“ rather than go to the police. To make a corpse disappear is however a difficult task … but in the end, when the corrupt police play along, then everything will end dramatically.

Or imagine, you want to watch a porn with your buddies and then you watch as the leading actress slowly turns around and realize… it’s your mother. Going insane, you rush home like a madman to kill your mother, injuring yourself seriously in the process. Will you be saved? Your father holds  you captive in a temple because he believes that only prayers can help. Your mother has no money for your hospital treatment and the doctor turns down her offer to buy her kidney to pay for the treatment…

Does everything sound really crazy? Yessssss! Many say Super Deluxe is the „Pulp Fiction“ of Tamil cinema. The plot consists of three episodes. There are many WTF moments and the black comedy describes a society ruled by brutality and grotesque coincidences. I especially remember the whispering dialogues. Absurd situations accompanied by whispering drive you crazy. Definitely a unique movie. For some maybe too experimental, too absurd, too depressing. The movie contains a lot of unsightly truth. Definitely a movie that you will not forget soon. Especially because of the scenes in which scores from well-known films are played on Indian instruments.

 

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Super 30 – Mathematiker wird zum realen Superhelden

Es kommt einem wie eine Geschichte aus einer anderen Welt vor: Kinder, die alles dafür tun würden, zur Schule gehen zu dürfen. Aber es ist keine andere Welt. Das ist Indien und betrifft Familien, die nicht das Geld für die Schulbildung ihrer Kinder aufbringen können. Für die Kinder ist Bildung aber der einzige Weg zu einer besseren Zukunft.

„Super 30“ basiert auf dem Leben des in Patna lebenden Mathematikers Anand Kumar, der das berühmte Super 30-Programm für IIT-Aspiranten leitet. Anand Kumar ist ein real-life Superheld, der armen Kindern die Chance auf Bildung gibt, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Dafür gab er all seine Ersparnisse und fast auch sein Leben.

Ja, es gibt sie noch, die guten Menschen auf dieser Welt. Den ganzen Tag ist man umringt von den Nachrichten über die schlimmen Dinge, die auf dieser Welt passieren, dass es einem fast wie ein Wunder vorkommt zu sehen, wie sich ein Mensch für andere Menschen einsetzt, damit ihnen ein besseres Leben ermöglicht werden kann. Und hier wird nicht nur den armen Kindern durch Bildung eine Chance gegeben, aus ihrer Situation herauszukommen. Dies hat auch Einfluss auf ihre Familien, und Generationen danach. Die Hilfe potenziert sich. Und das hat ein Mann geschafft, der sich trotz aller wirklich unfassbar großen Schwierigkeiten nicht davon abbringen ließ und lässt, diesen Kindern ohne Bezahlung Bildung zu geben. So viel menschliche Züge von einem Mathematik-Genie grenzen schon fast an ein Wunder. Zahlen-Menschen sind ja oft im sozialen Umgang etwas zu zahlentechnisch. So erklärt Anand zum Beispiel seiner Freundin, dass die Formel ihres Gesichts leider nicht das Pi hat, welches die höchste Form der Schönheit darstellt.

Ich gebe zu, die dunkle Schminke von Hritikh Roshan als Anand wirkte etwas gewöhnungsbedürftig. Im Laufe des Films gewöhnt man sich aber daran. Ich finde, er hat den realen Helden insgesamt sehr gut dargestellt.

Besonders gelungen fand ich die Szenen, als die Kinder sich in Kevin-allein-Zuhause-Manier gegen ihre potenziellen Mörder wehren müssen und sich mit Hilfe ihres gelernten Wissens über physikalische Gesetze zu helfen wissen und triumphieren. Angewandte lebensrettende Physik. Ein sehr spannender Aspekt, für wie real ihn man auch immer halten mag.

Die Kritiken zum Film sind sehr unterschiedlich. Einige finden den Film zu wenig BioPic und zu sehr Bollywood. Was mir etwas fehlt sind die Charaktere der Kinder, die leider untergehen. Erst in dem Moment, wo sie auf Geheiß ihres Lehrers zusammen eine Vorführung vor den reichen Schülern machen müssen und sehr unsicher sind und schließlich ein bollywoodreifes Lied ensteht, bekommt man erstmals einen Hauch einer Ahnung von den einzelnen Charakteren und davon, was die Kinder verbindet.

Die Familienverhältnisse aus denen sie kommen, werden nur flüchtig angerissen. Das ist verständlich, aber schade. Ich denke jede einzelne Geschichte die dahinter steckt, wäre spannend zu erfahren. Vielleicht sollte man eine Serie draus machen. Hallo Netflix?^^

Die bewegendste Szene ist natürlich, als alle 30 Schützlinge von Anand den Test fürs IIT bestehen. Das geht einem ans Herz. All die Widrigkeiten haben sich gelohnt, die Kinder haben jetzt eine Zukunft außerhalb von ihren ärmlichen Verhältnissen, in denen sie ins Leben gestartet sind. Das ist großartig, ergreifend, herzerwärmend. Denn das ist eine Geschichte aus dem wahren Leben.

Regisseur Vikas Bahl steht leider unter Verdacht der sexuellen Belästigung, was dem Film in Indien einen bitteren Beigeschmack gibt. Es wäre aber fatal, sich den Film wegen diesem Aspekt nicht anzusehen. Es tut einfach gut, eine wahre Geschichte über einen so herzensguten Menschen zu sehen.

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Jeder hat ein Recht auf eine farbenfrohe Welt

EN

To shoot the movie „The Last Color“ was a heartfelt wish of celebrity chef Vikas Khanna and should become a matter of the heart for every human being who opposes the discrimination of women. In 2013, widows in Benares / Varanassi were allowed to celebrate Holi for the first time. Until then they were not allowed. Not allowed to celebrate Holi, not allowed to wear colors. In India it is a tradition that a widow must wear white. Widows have harsh restrictions and are excluded from society. In the past even the tradition of widow burning was accepted and carried out. Unimaginably cruel, especially when nobody questions these traditions. Because it has always been that way and still is, everything is accepted, even though it is cruel treatment. Vikas Khanna wants to use the film to encourage you to speak up when you don’t find something right, even if it’s a tradition. Just because it’s always been done that way, it doesn’t mean it has to be right.

In the movie the widow Noor befriends the untouchable little street girl Chhoti (means small) and both have the courage to overcome barriers of the society system of oppression and exclusion. Chhoti promises Noor to throw her favorite color pink at the next Holi party on her. She keeps her promise, even doing so creates serious repurcussions.

Vikas Khanna explained to us in the Q&A after the movie premiere that the little lead actress who played Chhoti is not very popular with filmmakers because she is a little bit complicated. But this little drama queen plays her part so incredibly well. She wins your heart from the very first moment. Even the widow Noor can’t resist this charming girl. Seeing how the joie de vivre returns to the widow Noor thanks to Chhoti is so heartwearming. Chhotis little friend in the movie also plays very terrificly. He really lives as a street boy in Varanassi and was prepared for appearing in the film in 2 days.

You can see and feel with every picture that Vikas Khanna fell in love with Varanassi. When Noor dances in the sunset your jaw drops, because these are such beautiful images. Beautiful pictures versus terribly cruel reality with corrupt and brutal policemen. Vikas is probably only able to show this brutality because he lives in NY. Otherwise we would be afraid that an angry Indian mob might do something to him. But even in the US, viewers had problems with the movie, for example, because it represents a transgender as a „normal“ person.

Vikas says the movie should move, upset, disturb. The movie did. He made the film for his mother and when he wanted to show her the movie she fell asleep while leaning on his shoulder. As a viewer, you will not fall asleep. This movie is a small miracle with a big message: question traditions, don’t just accept everything!

DE

„The Last Color“ ist eine wahre Herzensangelegenheit von Starkoch Vikas Khanna und sollte zur Herzensangelegenheit von jedem Menschen werden, der gegen Ausgrenzung und Benachteiligung von Frauen ist. Erst 2013 durften Witwen in Benares/Varanassi das erste Mal Holi feiern. Bis dahin war ihnen nicht erlaubt. Nicht erlaubt, Holi zu feiern, nicht erlaubt, Farben zu tragen. Eine Witwe hat nur noch weiß zu tragen. Witwen müssen unter völliger Abstinenz leiden und dürfen nicht mehr am Leben teilhaben. Früher war sogar die Tradition der Witwenverbrennung allgemein anerkannt. So grausam, vor allem, wenn nie jemand diese Traditionen hinterfragt. Weil es schon immer so war und ist, wird alles so hingenommen, obwohl es unmenschlich ist. Vikas Khanna möchte mit diesem Film Mut machen zu sagen, wenn man etwas nicht richtig findet, auch wenn es Tradition ist. Nur weil es schon immer so gemacht wurde, muss es nicht richtig sein. Im Film freundet sich die Witwe Noor mit dem unberührbaren Straßenmädchen Chhoti (klein) an und beide geben sich den Mut, Barrieren des Systems aus Unterdrückung und Ausgrenzung zu überwinden. Chhoti verspricht Noor, sie beim nächsten Fest mit Farbe zu bewerfen. Sie hält ihr Versprechen, auch wenn die Umstände tragischer sein werden, als einem lieb ist.

Vikas Khanna meinte im Q&A nach der Filmvorstellung, die kleine Hauptdarstellerin sei nicht sehr beliebt bei Filmemachern, da sie sehr kompliziert sei. Aber diese komplizierte kleine Drama-Queen spielt so unfassbar gut. Man muss sie vom ersten Moment ins Herz schließen. Wie die Witwe Noor dem Charme ebenso wenig widerstehen kann. Auch Chhotis kleiner Freund spielt so grandios. Er lebt wirklich als Straßenjunge in Varanassi und wurde in 2 Tagen filmreif gemacht. Und zu sehen, wie die Lebensfreude dank Chhoti in die Witwe Noor zurückkehrt ist herzergreifend. Dass Vikas Khanna sich in Varanassi verliebt hat, merkt man mit jedem Bild. Wenn Noor im Sonnenuntergang tanzt, bleibt einem der Mund offen stehen, weil es so schöne Bilder sind. Schöne Bilder versus furchtbar grausame Realität mit korrupten und brutalen Polizisten. Das in dieser schonungslosen Deutlichkeit zu zeigen geht wahrscheinlich nur, weil Vikas in New York lebt. Sonst müsste man schon Angst haben, dass ihm ein wütender indischer Mob etwas antut. Aber auch in den USA hatten Zuschauer Probleme damit, dass er z.B. den Transgender als „normalen“ Menschen darstellt. Vikas meint dazu, dass Kunst bewegen soll, aufregen, stören. Das hat er. Seine Mutter muss ein ganz besonderer Mensch sein. Er hat den Film für seine Mutter gemacht und sie ist beim Schauen an seiner Schulter eingeschlafen. Als Zuschauer wird man ganz bestimmt nicht einschlafen. Dieser Film ist ein kleines Wunderwerk mit großer Botschaft. Hinterfragt Traditionen, akzeptiert nicht einfach alles!

 

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YESTERDAY – let’s celebrate The Beatles

DE (english version below)

Bei diesem Film sprang mein Herz im Dreieck, weil es nicht wusste, was es zuerst lieben sollte: den schwarzen Humor, die genialen Beatles-Songs oder den wunderbaren Hauptdarsteller Himesh Patel. Mir hat der Film mehr als nur gute Unterhaltung gegeben: er hat mich mit ganz viel Liebe gefüllt und wie die Beatles so passend singen: All you need is Love ❤

Nachdem ich den Trailer gesehen hatte wusste ich nicht so recht, was ich von dieser Filmidee halten soll. Eine Welt, in der niemand die Beatles kennt und der bis dahin erfolglose Musiker Jack, der sich als scheinbar einziger Mensch an sie erinnert, macht dann große Karriere mit den Beatles-Songs. Kann diese kühne Idee als Film überzeugen? Für viele ist das tatsächlich zu irrwitzig gedacht, vollkommen abwegig.

Witzig vor allem zu sehen, wie die heutige Filmindustrie mit den Beatles Songs umgehen würde. Statt „Hey Jude“  schlägt ihm zum Beispiel der großartig sich selbst spielende Ed Sheeran vor, den Song besser mit „Hey Dude“ zu singen. Ist moderner. Würden die Beatles Songs die heutige Jugend auch noch so mitreißen können wie damals? Es gibt auch so viele Momente, die oberflächlich gesehen gar nicht witzig sind, aber man muss trotzdem herzhaft lachen. Wenn z.B. Ed Sheeran und Jack nach ihrer gemeinsamen Show einen Songwriter-Wettbewerb starten und in dem Moment, als Jack anfängt seinen Beatles Song „The Long and Winding Road“ als eigene in 10 Minuten geschriebene Kreation vorzutragen weiß man als Zuschauer, dass niemand eine Chance hätte, gegen diesen Song zu gewinnen. Man stellt sich vor, wie geknickt Ed Sheeran gleich sein wird und das bringt einen schon im Voraus zum Lachen. Die überspitzte Darstellung seiner von Ed Sheeran übernommenen Managerin ist auch einfach nur köstlich. Sagt ihm ehrlich ins Gesicht, dass er aus Sicht der Musikindustrie furchtbar aussieht. Aber die Genialität seiner Songs ist ja nicht zu leugnen und das macht vieles wett. Sie ist knallhart, um mit ihm richtig viel Geld zu verdienen und im Zusammenspiel mit dem weichherzigen Jack ist das urkomisch.

Jack ist dann irgendwann am Ziel seiner Träume, die er damals als erfolgloser Musiker hatte, aber wie sollte es auch anders sein, befriedigt ihn das nicht wirklich. Denn da fehlt ja noch das Wichtigste: Die wahre Liebe. Als Star kann er nicht mit der Frau zusammen sein, die er liebt. Und ihm wird eigentlich immer wieder vor Augen geführt, dass er ohne die Beatles Songs immer noch der erfolglose Musiker von einst wäre. Also drängt es ihn, die Wahrheit aufzudecken.

Ich war sehr dankbar, dass die indischen Wurzeln von Himesh Patel so offensichtlich sind. Ich könnte mir keinen besseren Schauspieler vorstellen, der die Gehässigkeiten des Lebens mit so einer Engelsgeduld über sich ergehen lassen könnte. Der die Songs so gefühlvoll vortragen könnte. Er ist perfekt. Und seiner großen Liebe Ellie, gespielt von Lily James schaue ich seit Mamma Mia! sowieso immer gerne zu.

Es tut so gut, einen ganzen Film lang mit Beatles Songs berieselt zu werden und Jack auf die Reise zu begleiten, sich an die Texte zu erinnern, in dem er z.B. in Liverpool die Entstehungsorte der Songs aufsucht.

Danny Boyle (Slumdog Millionär / Trainspotting) und Drehbuchautor Richard Curtis (Tatsächlich… Liebe / Notting Hill) haben eine liebenswerte Musikkomödie geschaffen und ich kann beruhigen: es ist definitiv keine peinlich kitschige RomCom.

Als Beatles-Fan werde ich mir den Film definitiv nochmal anschauen.  Ich kann die Beatles feiern und herzhaft lachen und mit dem Hauptdarsteller mitfühlen. Love is all you need ❤

EN

In this movie I was positively overwhelmed because I didn’t know what I should love first: the black humor, the ingenious Beatles songs or the wonderful lead actor Himesh Patel. The movie has given me more than just good entertainment: it has filled me with a lot of love and how the Beatles sang so aptly: All you need is Love ❤

After watching the trailer, I didn’t really know what to think about the plot. A world where nobody knows the Beatles and the unsuccessful musician Jack, being the only person who remembers them, makes a great career for himself with their songs. Can this absurd plot work successfully in a film? For many people that seems too far off the beaten path.

Especially funny is to imagine how today’s film industry would deal with the Beatles songs. Instead of „Hey Jude“ for example Ed Sheeran, brilliantly playing himself, suggests singing the song better with „Hey Dude“ because it’s more contemporary. Would the Beatles songs still be able to move the youth? There are so many moments that are at first glance not funny, but you still have to laugh heartily. For example, when Ed Sheeran and Jack start a songwriting competition after their show together, and the moment comes when Jack starts performing the Beatles song „The Long and Winding Road“ as his own creation written in 10 minutes, you know that nobody has a chance to win against this song. Imagining how demoralized Ed Sheeran is going to be makes you laugh in advance.Also very funny is the role of his later manager. She tells him honestly from the point of view of the music industry, that he looks terrible. But his genial songwriting compensates that. She is very tough with Jack because she wants to make a lot of money. Her scenes together with the soft-hearted Jack are hilarious.

Jack is living his dreams but it doesn’t really satisfy him. Because the most important thing is still missing: true love. As a star, he can’t be with the woman he loves. And he is always reminded that without the Beatles songs he would still be an unsuccessful musician. So he wants to reveal the truth.

I was very thankful that the Indian origin of Himesh Patel is so obvious. I couldn’t imagine a better actor who could endure life’s troubles with such patience. He sang the songs so soulfully, he was perfect. And I loved to watch his true love Ellie, played by Lily James. I have been a big fan of her since Mamma Mia!.

It feels so good to be showered with the Beatle’s songs for a whole movie and to accompany Jack on the journey while remembering all the lyrics to the songs.

Danny Boyle (Slumdog Millionaire / Trainspotting) and screenwriter Richard Curtis (Actually … Love / Notting Hill) have created a lovable musical comedy and I’m happy to say: it’s definitely not an embarrassingly cheesy RomCom.

As a Beatles fan I will definitely watch the movie again. I can celebrate the Beatles and laugh heartily and sympathize with the main character. Love is all you need.

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Letzte Hoffnung: Hilfe vom Premierminister

Bei imdb hat jemand in einem Review geschrieben, dass der Film „Mere Pyare Prime Minister / My Dear Prime Minister“ mit seinem Versuch, gleichsam unterhaltend zu sein und eine sozialkritische Botschaft zu transportieren, gescheitert ist. Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil. Ich fand es angenehm überraschend, dass ein Film mit so einem schwerwiegenden Thema so leicht unterhaltend daherkommen kann.

Wie schon in „Toilet“ wird hier den Zuschauern das Toilettendilemma in Indien vor Augen geführt. Da es kaum Toiletten gibt, müssen Frauen und Mädchen Nachts ihre Notdurft entfernt ihrer Wohnstätten verrichten und nicht selten werden sie dort Opfer von Vergewaltigung. Im Film passiert dies der Mutter eines kleinen Jungen aus den Slums von Mumbai. Um für seine Mutter nach diesem traumatischen Ereignis ein besseres Leben zu schaffen, versucht er seine Bitte um den Bau von Toiletten bis zum Premierminister vorzubringen, denn wem das Land gehört, auf dem sich der Slum befindet, ist gerichtlich nicht beschlossen, so dass hier nichts gebaut werden darf.

Die grausame Tat und ihre Auswirkungen auf die Mutter werden hier im Film ausreichend angedeutet und nicht für den Zuschauer extra dramatisch und schmerzhaft dargestellt, so dass das angenehme leichte Gefühl, das der Film hervorruft, nicht verloren geht. Ich fühlte mich, als würde ich mit den Menschen ein Stück weit zusammen leben und besonders die Kinder spielen alle einfach großartig mit. Und die Bilder sind qualitativ hochwertig und wunderschön. Der Film hinterlässt ein angenehmes leichtes Gefühl und das finde ich in Anbetracht des sozialkritischen Hintergrundes sehr bewundernswert. Auch wenn die reale Welt der Slums wahrscheinlich weit weg von dieser gezeigten Realität ist und es für einen Jungen aus dem Slum sicher alles andere als so einfach, seine Bitte vor den Premierminister zu bringen. Es ist auch mal schön, so ein positiv gewünschtes Leben zu sehen. Wieder mal ein kleiner überraschender Filmschatz, den man bei Netflix finden kann.

Zu sehen bei Netflix: https://www.netflix.com/de/title/80237006

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Bharat – Ode an den Vater

Ich gebe zu, ich bin befangen, weil ich ein großer Salman Khan Fan bin und alles in diesem Film unterstützt meine Fan-Liebe zu diesem harten Kerl mit weichem Kern. Man kann ihn die ganze Zeit anschmachten, denn natürlich ist er mal wieder ein großer Held, fast ein Gott (nur ein Gott kann einfach nur Bharat/Indien heißen) und dann auch noch mit ihm herzerweichend weinen. Und das Tanzbein schwingen. Naja, mit ihm dann wie immer sehr minimalistisch. Aber ich finds cool. Er ist so cool. Wie sagte Salman Khan so schön im Film: „Die schwierigsten Dinge im Leben werden leichter mit Liebe…und Bollywoodfilmen.“ Wie recht er doch hat! Da geht man mit einem schweren Herzen und zermürbt ins Kino und kommt dann voller Liebe und Happiness wieder aus diesem Film heraus. Bollywood macht glücklich. Dieser Film ist wieder ein Beweis.

Einer der vielen vielen Filme, die sich mit dem Thema der gewaltsamen Teilung von Indien und Pakistan 1947 auseinander setzen. Die Wunden, die diese Brutalität und Trennung geliebter Menschen mit sich gebracht hat, werden scheinbar noch ewig dazu führen, dass sich Filme damit auseinander setzen. Der Film basiert auf dem südkorenischen Film  Ode to My Father, in der die Teilung Koreas in Nord- und Südkorea behandelt wird und natürlich gut auf die Teilung von Indien und Pakistan umgemünzt werden kann. Ich habe den südkoreanischen Film nicht gesehen, aber der Wiki-Beschreibung nach ist es fast 1:1 so umgesetzt. Der Stoff von einem erfolgreichen Film war also schonmal vorhanden. Das macht die Sache einfacher. Was dann von Bollywood unterhaltungstechnisch hinzugedichtet wird, z.B, Salman Khans Zirkuskarriere wirkt etwas unpassend für den Erzählfluss der Geschichte. Aber das ist zu verzeihen. In der zweiten Hälfte ist alles harmonisch.

Ich hatte die allerbeste Unterhaltung. Soviel steht fest. Und ich werde ihn mir mit Sicherheit nochmal anschauen. Für mich hat hier alles gestimmt.

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Chopsticks – Selbstvertrauen ergaunern

Wer Lust auf einen zuckersüßen Film hat: hier ist so einer. Ich kann mir vorstellen, dass die Inder ihn nicht so mögen werden, weil der Humor nicht wie üblich mit dem Zaunpfahl daherkommt, sondern eher von der feinfühligeren Sorte ist.

Nirma ist alles andere als selbstbewusst. Sie versucht zwar daran zu arbeiten, in dem sie z.B. in ihrem neu erworbenen Auto Autosuggestionstraining betreibt und gebetsartig der Stimme nachspricht, die da sagt: ich bin wie ein Proton, immer postitiv. Wenn etwas Beschissenes im Leben passiert, mach Dünger draus…viel bewirkt das Ganze nicht. In ihrem Job wird sie seit einem Jahr immer wieder mit besseren Aufgaben übergangen. Als ihr nagelneues Auto gestohlen wird und die Polizei ihr nicht helfen will, holt sie sich Hilfe von einem Betrüger, um vom Dieb das Auto zurück zu ergaunern. Am Ende hilft ihr der „Künstler“ nicht nur, ihr Auto tatsächlich zurück zu bekommen. Nein, er verhilft ihr auch noch zu mehr Selbstvertrauen.

Insgesamt sehr weichgespült, aber ich finde sehenswert. Mithila Palkar als Nirma bringt die unbeholfene junge Frau ohne Selbstbewusstsein super süß rüber. Wenn Abhay Deol manchmal über sie lacht und Schabernack mit ihrer Angst treibt, dann sieht man die kleinen Herzchen flattern. Ohne dafür dramatisch pompösen Aufwand zu betreiben. Eben fein und leise. Zuckersüß. Muss auch mal sein. Und Filme, die in Mumbai spielen mag ich sowieso und Vijay Raaz als Gauner mit Kampfziege Bahubali ist auch wunderbar.

Zu sehen bei Netflix: https://www.netflix.com/de/title/80993095  

 

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Kalank – Zerstörung oder Liebe?

Während andere bei Bollywoodfilmen gern ihren Gefühlen freien Lauf in Form von Tränen lassen bin ich eher jemand, der einer emotionalen Überdosis mit Lachen begegnet. Dieser Film hat mich unglaublich zum Lachen gebracht. Ich lache quasi immer noch. Und zwar aus folgenden Gründen:

  • Diese Geschichte ist sowas von konstruiert (ich möchte nicht spoilern und erzähle sie nicht). Schon lange nicht mehr so viel Tragik gesehen und mit jeder Sekunde werden die Absurditäten noch übertrumpft. Tragikomik par Excellence.
  • Die Schauspieler treffen mitten ins Herz. Trotz dieser konstruierten Geschichte ist man mittendrin in der Dramatik und liebt und leidet und kämpft und weint und lacht mit den Darstellern mit, als könnte es sich wirklich genauso zugetragen haben.
  • Die überdramatischen Specialeffects, die das Leiden tausendfach in die Länge ziehen. Der Zug fährt quasi mit 1km/h, damit man die Abfahrt 30min hinauszögern kann.

Es ist ein absolut klassischer Bollywood Blockbuster mit Hang zur Absurdität und bis ins Letzte perfekt inszenierten Tanzchoreographien und großen Stars. Einige Dramatiken enstehen aus wirklich existierenden Traditionen heraus. Zum Beispiel dass die jüngeren Schwestern erst heiraten dürfen, wenn die ältere Schwester verheiratet ist. So dass sich die älteste Schwester in eine Ehe ohne Liebe aufopfert. Oder der ewige Kampf zwischen Hindus und Moslems, der immer gut ist für ein möglichst dramatisches Erlebnis ist. Wenn man schon lange nichts mehr Irrwitziges gesehen hat, dann ist man hier richtig. Die ganzen negativen Reviews zum Film (die auch schon an sich aberwitzig sind, wenn z.B. kritisiert wird, dass beim Hauptdarsteller zuviel schwarzer Kajal verwendet wurde) interessieren mich wenig. Ich fand’s schön mal wieder einen Bollywoodschinken zu sehen…triefend vor Dramatik und mit gewaltigen Kitsch-Bildern.

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