Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Lion – nur das Leben schreibt solche epischen Geschichten

Ich bin absolut „geflasht“ von Lion! Mir fehlen einfach die richtigen Worte für das, was ich hier auf großer Leinwand gesehen habe.
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass mich doch nochmal ein Hollywood-Film so tief bewegen würde, seitdem dies seit Jahren eigentlich nur noch indische Filme wirklich schaffen.
Das Leben schreibt wie immer die unglaublichsten Geschichten, aber diese Geschichte ist so unfassbar und dazu auch noch wirklich so geschehen und so bewegend von den großartigen Schauspielern erzählt, dass man hier wirklich ein außerordentliches filmisches Ereignis erleben darf, in dem alles stimmt.

Der 5jährige indische Junge Saroo geht verloren, aber nicht mal eben um die Ecke, sondern ganze 1.600 Kilometer weit weg, weil er in einem Zug einschläft, als er seinem Bruder bei der Nachtarbeit helfen wollte.
Niemand sieht sich in der fremden Stadt verantwortlich, ihm zu helfen, wieder nach Hause zu finden. Es gibt tausende obdachlose Kinder, die sich täglich auf der Suche nach Essen und einem Schlafplatz herum treiben. Von einem Tag auf den anderen gehört nun auch er dazu und muss versuchen, in einer der härtesten Städte der Welt, Kalkutta, schutzlos zu überleben.
Er steht dabei so oft vor dramatisch gefährlichen Situationen, aus denen er sich rein instinktiv und dank einem unsichtbaren Schutzwall immer wieder befreien kann.
Ich konnte nur immer wieder ungläubig staunen, was für einen gigantischen Überlebensinstinkt so ein kleiner Mensch mit sich bringen kann.
Ich hätte keinen einzige Tag überlebt, sondern wäre wahrscheinlich sofort in die Fänge von brutalen Kinderhändlern geraten.
Und diese Dramatik wird von dem kleinen SUNNY PAWAR so unglaublich echt gespielt, dass man mit ihm zusammen diese dramatischen Ereignisse hautnah miterlebt und entsprechend gefesselt mitfiebert (hah! Sunny, was für ein grandios passender Name für diesen Sonnenschein in seiner reinsten Form).

Die Rettung zumindest aus diesem Sumpf der absoluten Schutzlosigkeit naht in Form eines Menschen, der sich dann doch seiner Geschichte annimmt und ihn aufs Polizeirevier bringt. Leider spricht er sein Heimatdorf schlichtweg falsch aus und die Suche nach seinen Verwandten bezieht sich logischerweise nur auf die Gegend, so dass bald die Hoffnung aufgegeben wird, seine Mutter zu finden, die zudem Analphabetin ist und die Zeitungsannonce nie hätte lesen können.
Nun wird Saroo (der zudem auch seinen Namen falsch ausspricht) an eine australische Familie adoptiert. Nicole Kidman als Adoptivmutter hat natürlich genug eigene Erfahrungen, um so eine Rolle absolut realistisch darzustellen und ist nicht ohne Grund hier für den Oscar nominiert.
Bei solchen Adoptionen bin ich mir immer nicht sicher, ob es für die Kinder wirklich gut ist, sie aus ihrem Land und ihrer Kultur zu reißen und es nicht besser wäre, sie vor Ort zu unterstützen.
Ohne Zweifel bewundere ich die Meinung des Ehepaares, dass es genug Kinder auf der Welt gibt, denen es nicht gut geht und denen man ein Zuhause geben sollte, anstatt eigene Kinder zu zeugen. Dieser Meinung bin ich auch.
Eines ist sicher, Saroo hätte nie ein so chancenreiches Leben in Indien gehabt. In Australien konnte er alles an Bildung und Beruf ausschöpfen.
Aber die Vergangenheit holt Saroo, nun gespielt vom charming Dev Patel, irgendwann so schmerzlich ein, dass er eben nicht mehr einfach so ein normales Leben weiterführen kann, ohne noch einmal ins Gesicht seiner Mutter zu blicken.
Natürlich nicht, ohne auch in den Konflikt zu geraten, dass er seine Adoptivmutter nicht mit diesem Wunsch, seine „biologische“ Mutter zu finden, kränken möchte.
Einer der schönsten Sätze aus diesem Film ist seine Aussage, dass es ihn krank macht, dass man sein privilegiertes Leben einfach so dahin plätschern lässt.
Eine verzweifelte Suche beginnt und man mag es eigentlich nicht glauben, aber er wollte einfach nicht aufgegeben (Never give up!) und beschwört die letzten Fetzen kindlicher Erinnerung herauf.
Und kann am Ende tatsächlich dank Google Earth sein Dorf finden und dorthin reisen und nach 25 Jahren(!!!) seine Mutter wieder in die Arme schließen.
Wer spätestens in dieser Situation keine Träne verdrückt, ist vollkommen empathielos.

Am Ende des Films beglückte uns der echte Saroo Brierley mit seiner Anwesenheit und Knut Elstermann persönlich befragte ihn zu seinem Schicksal.
Hier ein paar unglaubliche Fakten, die man noch wissen sollte (abgesehen davon, dass ich mir das Buch zum Film durchlesen werde, um noch tiefer einzutauchen)
– ein Wahrsager hatte der Mutter voraus gesagt, dass es ihrem Jungen gut geht und er eines Tages wiederkehren wird. Sie ist daher niemals umgezogen, damit er sie finden kann
– seine australische Mutter war außerordentlich davon angetan, dass sie im Film von Nicole Kidman verkörpert wird und Saroo konnte bestätigen, dass es absolut so dargestellt wurde, wie die Situation für ihn damals war
– der echte „Lion“ sieht sich als Australier…aufgewachsen mit der Kultur, Sprache, dem Land
– seine biologische Mutter in Indien ist zufrieden damit, zu wissen, dass es ihm gut geht und dass sie ihn jederzeit anrufen könnte
– Saroj Sood, die seine Adoption aus dem indischen Waisenhaus verwaltet hat, ist die Gründerin der indischen Adoptionsbehörde ISSA und war eine Schülerin von Mutter Theresa

Ich verrate hier natürlich nicht alles…einige überraschende (nicht weniger dramatische) Dinge gibt es immer noch zu erfahren, wenn man sich diesen unglaublichen tollen Film persönlich anschaut.
Die Schauspieler geben dieser Geschichte so unglaublich viel Realität, dass man noch lange lange danach von diesem Film erfasst sein wird und nicht zu vergessen, der schon fast bollywoodeske dramatische Einsatz der Filmmusik, der wirklich noch mal einiges dazu beiträgt, dass man diesen Film so emotional mit erlebt.
Für mich unerlässlich war die Originalversion mit Untertiteln. Gerade die Szenen in Indien leben ja durch die originale Sprache und die Stimme des kleinen Saroo MUSS man einfach einmal im Original gehört haben. Dann ist man sofort verliebt in diesen kleinen großen Löwen und möchte ihn auf der Stelle adoptieren.
Nicht vergessen möchte ich auch den (für mich überraschenden) Auftritt von meinem Lieblingsschauspieler Nawazuddin Siddiqui, der solch böse Rollen immer so pervers sympathisch spielen kann.

Abgesehen von den 6 Oscar-Nominierungen (bald wissen wir ja mehr), die für den Film sprechen, ist auch die Bewertung der User bei Rotten Tomatoes immer ein guter Hinweis, und hier mögen den Film ganze 93% !

Und hier noch die Bilder von der Sondervorführung im Delphi Filmpalast mit Saroj Sood, auf dessen Lebensgeschichte dieser wunderbare Film basiert:

In diesem Sinne: Never give up!

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Raees – das dramatische Leben eines mafiösen Robin Hood

Kann ein Krimineller wirklich eine Art Robin Hood für seine Mitmenschen sein, wenn er richtig viel auf dem Kerbholz hat? Kann man das gut finden?

Das Leben schreibt ja bekanntlich die spannendsten Geschichten…aber Inder legen natürlich immer noch einen drauf und als wäre dieser Film nicht schon spannend genug, müssen sie rund um die Entstehung des Films noch ein eigenes Drama anzetteln.

Schon bald nach Drehbeginn von „Raees“ wurde darüber berichtet, dass die Geschichte inspiriert von einem Gangster namens Abdul Latif sei (gespielt von unserem King Khan), der Alkohol schmuggelte und in die Terroranschläge 1993 von Mumbai verwickelt war. Aber die Filmmacher verneinen dies und verweisen darauf, dass der Film reine Fiktion ist. Vielleicht weil sie wissen, wie viel Kontroversen und Diskussionen dies nach sich ziehen würde, eine reale Geschichte ins indische Kino zu bringen.

Ich finde es durchaus realistisch, dass hier das Leben eines echten Mafioso verfilmt wurde. Da muss man sicher nicht mehr viel hinzu dichten und man hat eine Menge Stoff zu verarbeiten. Das ist gar nicht mal so einfach, wenn man versucht, so einen kriminellen Lebenslauf in Gänze darzustellen. Aber auf jeden Fall beeindruckend.

Was mich an diesem Film besonders unterhielt:

  • der unglaublich talentierte Nawazuddin Siddiqui, der mich bis jetzt in jedem seiner Filme so grandios begeistert hat, spielt einfach wieder mörderisch gut (haha) und ich muss einfach immer noch darüber schmunzeln, wie witzig die filmischen Unterschiede zwischen ihm und Shahrukh wirken…Nawazuddin mit seiner überzeugenden realistischen Schauspielkunst vs. Shahrukh Khans bollywoodeskem Overacting. Verwirrend! Ständig schwankt man zwischen „realistischer Film“ und „Bollywood-Märchen“. HERRlich unterhaltsam!
  •  wie wunderschön künstlerisch das Blut auf der Leinwand spritzt! malerisch, anmutig, und grazil wird dort gemordet und gestorben, was das Zeug hält. Das ist KUUUUUNST!
  • die wirklich gut gemachte Vintage-Optik…ach ja, diese riesigen Brillen, die in den 80ern modern waren und jetzt wieder so richtig hip sind. Und diese lustigen riesigen Telefone, als es noch keine Handys gab.
  • Shahrukh Khan mit fast natürlichem Look, Kajal, muskelbepackt, traditioneller Kleidung…echt toll anzusehen ❤ !!!

Was mich nicht so begeistern konnte:

  • mit der pakistanischen Hauptdarstellerin Mahira Khan bin ich leider nicht so warm geworden

Macht ein klares Ergebnis für gute Unterhaltung 🙂 Ein Masala-Movie mit einer brisanten und umfangreichen Mischung, die man erstmal verdauen muss. Da sitzt man am Ende des Films erstmal still und geplättet da. Gibt soviel zu verarbeiten. Raees, der Kriminelle mit dem kühlen Kopf eines Geschäftsmannes, der sich trickreich und mit dem Mut eines Kämpfers bis an die Mafiosi-Spitze empor arbeitet, seinen Mitmenschen immer hilfreich zur Seite steht und am Ende aus Verzweiflung und gut-Herzen einen schwerwiegenden Fehler begeht. Und die Politik tanzt mal mit, mal gegen seine Pfeife. Aber ein Polizist gibt nicht auf, ihn für seine Taten zu richten. Holla die Bollyfee!

 

 

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PSYCHO RAMAN – vom Spaß am Morden

Heute habe ich einen der besten Serienkillerfilme meines Filmlebens gesehen und kann mich den Worten des Fantasy Filmfest-Sprechers nur anschließen: ein Meisterwerk!

Als er meinte, dieser Film ist anders als die indischen Filme, die man sonst so kennt, wurde mir etwas weh ums Herz, denn es gibt so viele großartige indische Filme abseits von Bollywood, dass man Bollywood fast verfluchen möchte, wenn der indische Film an sich von Zuschauern gemieden wird, weil sie indische Filme mit Bollywood gleichsetzen. Nein, es gibt sie zahlreich, diese qualitativ hochwertigen indischen Filme und „Raman Raghav 2.0 / Psycho Raman“ gehört definitiv dazu und ich danke dem Fantasy Filmfest, dass sie diesen Film ganz besonders als „Centerpiece“ angepriesen haben und Rapid Eye Movies, dass sie den Film gekauft haben, um ihn auf zwar nicht in die Kinos, aber zumindest auf DVD heraus zu bringen. Ich werde sie mir definitiv kaufen!

Der Ansager meinte weiterhin, dass sie beim Schauen des Films auf dem Filmfestival in Cannes das dringende Bedürfnis hatten, schon nach 10 Minuten raus zu gehen, weil man diese Brutalität kaum aushalten kann, aber man solle durchhalten, damit man diesen meisterhaften Film in Gänze sieht. Das klang sehr dramatisch, ich kann mich dieser Warnung aber nicht anschließen. Keine Ahnung, ob ich schon zu viele indische Filme gesehen habe, in denen die grausame Realität in den hässlichsten Farben gezeigt wurde, aber so dramatisch grausam fand ich den Film wirklich nicht. Im Gegenteil. Ich fand die hässliche Realität Indiens noch recht entspannt dargestellt. Und überhaupt nicht düster und zu brutal. Alles genau richtig in Szene gesetzt.

Nawazuddin Siddiqui ist mittlerweile einer meiner Lieblingsschauspieler geworden. Er ist immer ein Garant für ganz besondere Filme und seine Schauspielkunst ist außergewöhnlich. Seine grinsende Mörder-Fratze ist einfach unbeschreiblich einnehmend. Fast könnte man diesen Mörder sympathisch finden. Fast könnte man ihn verstehen. Morden ist schließlich für ihn etwas ganz selbstverständliches. So wie Essen und Kacken. Haha. Fast wünschte ich, man würde eine Serie daraus machen. Ich glaube ich habe noch nie so entspannt einem Serienmörder beim Morden zugeschaut. Ganz besonders gefallen hat mir auch, dass die Drehorte absolut echt waren. Und die immer passende Musik. Mit Gänsehautfaktor. Passend zum Morden. Wie genial. Manche würde sagen: perfide! Ich sage: einfach schön. Ich kann diesen Film wirklich jedem empfehlen. Vielleicht nichts für ganz schwache Nerven. Aber auf jeden Fall etwas für den ganz besonderen Filmgenießer.

 

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Te3n – wer findet den Mörder

Teen, stylisiert zu Te3n (in Hindi bedeutet es die Zahl 3) war gestern der Eröffnungsfilm bei der IndoGerman Filmweek. Kein kunterbunter Quietsche-Bollywoodschmalz, sondern ein durchaus packender und düsterer Thriller nach koreanischer Filmvorlage mit der Starbesetzung Amitabh Bachchan, Nawazuddin Siddiqui und Vidya Balan. Es geht um das ernste Thema Kidnapping/Kindesentführung. Nach acht Jahren versucht der Großvater (Amitabh) immer noch täglich die Entführung und den damit verbundenen Tod seiner Enkelin aufzuklären. Der frühere Polizist (Nawazuddin), der mit dem Fall betraut war, ist inzwischen Priester geworden, wird aber vom Großvater immer wieder wegen des Falls bedrängt. Täglich fährt er zudem zur Polizeistation, um die dortigen Polizeiinspektorin (Vidya) immer wieder nach dem Fall zu fragen, der nie aufgeklärt werden konnte. Als dann plötzlich ein neuer Fall von Kindesentführung geschieht, der allerlei Parallelen zu dem von vor acht Jahren aufweist, machen sich alle drei intensiv auf die Suche.

Die drei Hauptdarsteller sind einfach großartig. Da kann man auch über kleine Ungereimtheiten und unlogischen Entwicklungen in der Geschichte hinweg sehen. Es ist sehr rührend mit anzusehen, mit welcher Sisyphos-Arbeit Amithab versucht, den Fall anhand  noch so kleinster Hinweise wie einem Stift nachzugehen oder riesige Listen mit Namen bearbeitet. Für ihn gibt es im Leben nur noch ein Ziel, dieses schwere Schicksal zu verarbeiten, indem er den Verbrecher seiner gerechten Strafe zuführt. Der Ausgang dieses Films ist tatsächlich ungewiss, man kann die Entwicklungen nicht wirklich voraussehen und es bleibt bis zum Schluss spannend. Amithab spielt den gebrochenen Großvater absolut realistisch und herzergreifend.

Also kein Film für unbeschwerte Stunden, in denen man sich nach bunter Unterhaltung ala Bollywood sehnt. Aber ein absolut qualitatives Filmereignis.

Heißt der Film eigentlich „3“, weil sich die 3 (Haupt)Personen mit dem Fall beschäftigen? So wirklich hinweisend darauf, um was es in diesem Film geht, finde ich den Filmtitel nicht.

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Bajrangi Bhaijaan – wahnsinniger Held oder verrückter Trottel überwindet verhasste Grenzen

Wow! Wer hätte gedacht, dass Salman Khan einmal nicht einfach nur draufhaut wie ein Berserker, sondern sich hauptsächlich darum kümmert, Gutes zu tun. Natürlich dürfen im Sinne der Mission auch mal die Fäuste fliegen, aber das wirklich nur in der größten Not. Und das zog sogar noch mehr Menschen in den Kinosaal, als seine besten Action-Kracher.

Selbst der große Aamir Khan überschüttete Bajrangi Bhaijaan und Salman Khan mit soviel Lob, dass ich es kaum glauben konnte. Offensichtlich ist dieser Film in Salmans Filmographie etwas sehr besonderes. Und tatsächlich: unser allseits geliebter Haudrauf zeigt uns hier mit so viel Inbrunst, dass nicht nur Hass und Prügeleien die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern eine Mission des Guten sogar die verhassten Staaten Indien und Pakistan miteinander verbinden kann.

Pawan Kumar Chaturvedi, auch bekannt als Bajrangi, ist nicht unbedingt der Hellste, was in dem Fall sehr praktisch ist, denn ein überlegter Mensch hätte dieses Vorhaben nie im Leben in Betracht gezogen. Doch der unglaublich religiöse Pawan hat seinem heiligen Ram das Versprechen gegeben, dass er das kleine Mädchen zu seinen Eltern nach Pakistan zurück bringen wird, unter allen Umständen. Und diese Umstände sind hart. Als sich heraus stellt, dass das kleine Mädchen Muslimin ist, bricht für Pawan doch erstmal eine kleine Welt zusammen. Doch die Hetzjagd in Pakistan, als indischer Spion verdächtigt, konfrontiert ihn noch mit viel härteren Kämpfen. Denen im Kopf. Es gibt aber zum Glück genügend gute Mitspieler, die ihm auf pakistanischer Seite helfen. Zum einen der muslimische Priester, gespielt von Om Puri. Was bin ich glücklich, dass ich Om Puris letzten Film schon wieder verdrängt habe, als dieser einen korrupten Politiker spielt, der versucht, eine junge Politikerin mit Versprechungen gefügig zu machen. Uargh! Aber hier wieder in einer Glanzparade. Und der Journalist, gespielt von Nawazuddin Siddiqui, so herrlich komödiantisch, einfach großartig!

Über allen strahlt natürlich das kleine Mädchen, dass den ganzen Film über kein Wort sagt, aber in ihrem Gesicht spiegelt sich alles wieder, was man wissen muss. So ein Diamant macht solch einen Film natürlich unbezahlbar.

Tolle Schauspieler, tolle Bilder, wahnsinnig herzergreifend, unglaublich witzige Momente, alles sehr liebevoll auf die Leinwand gebracht. Was will man mehr! Unser Salu Bhai ist sooo süß, wenn er sich um das Wohl kleiner Mädchen kümmert. Hach! Bei diesem Film vergisst man total, dass er im Privatleben schon so einige Verbrechen zu verantworten hat. Für diesen Film muss man ihn einfach lieben.

Für das wohlwollende Verständnis Indien – Pakistan einfach unersetzlich! TOP!!!

Und ich habe gelernt, Inder jodeln auch. Sehr lustig!

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