Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Tubelight – der Glaube versetzt Berge

- Juni 26, 2017

Was für eine Erleuchtung! Nicht die Leuchte, um die es eigentlich im Film geht, sondern der Gastauftritt von Shahrukh Khan als Magier! Wie er es auch nach so vielen Jahren immer noch schafft, einen so unglaublich überraschenden Auftritt hinzulegen…so positiv überraschend. Was für eine tolle Rolle ist das denn bitte wieder? Können wir mehr davon sehen? Ich bin verzaubert! Herrlich! Magisch! Zum Dahinschmelzen!

magiersharukh

Ja doch, allein für diese Szene hat sich der Film für mich schon gelohnt.

Als Salman Khan-Fan habe ich allerdings schon ergreifendere Filme von ihm gesehen. Natürlich steht ihm die Rolle als kleine Dumpfbacke mit dem unschlagbar reinem Herzen super gut, aber so habe ich ihn in letzter Zeit dann doch zu oft gesehen. Und er kommt hier nicht annähernd an seine Rolle in „Bajrangi Bhaijaan“ ran, auch wenn sie so ähnlich gestrickt ist. Ein liebenswerter Trottel versucht die Welt zu ändern und ein kleines Kind wird zu (s)einer Herausforderung.

„Tubelight“ ist eher ein Schimpfwort für Laxman, gespielt von Salman Khan, weil seine Gehirnzellen vor sich hin flackern wie eine erstmals angeschaltete Leuchtstoffröhre. Seine Rechenkünste sind eher so lala, aber vor allem vergisst er ständig, seinen Hosenstall zu schließen. Aber er hat ja seinen Bruder. Der ist zwar jünger, verpasst den bösen Jungs, die Laxman necken, aber trotzdem eine wie ein Großer. So sind die Brüder unzertrennlich und haben sich tooootal lieb, bis 1962 der indisch-chinesische Grenzkrieg ausbricht. Laxman ist untauglich für den Wehrdienst und sein Bruder Bharat muss in den Kampf ziehen. Für Laxman ist dies ein großer Verlust seiner zweiten Hälfte.

Sein Onkel, gespielt vom inzwischen verstorbenen Om Puri, gibt ihm derweil den Auftrag, sich nach den Lehren von Ghandi entsprechend den Feind zum Freund zu machen und mit dem Glauben Berge zu versetzen. Der Feind lauert im Dorf in Form von einer Mutter und ihrem Sohn, die zwar dem Äußeren nach für Chinesen gehalten werden können, aber in Indien geboren sind und sich auch als Inder fühlen.

Als Bharat in chinesische Gefangenschaft gerät, bricht für Laxman eine Welt zusammen. Aber seine große Liebe und sein ungebrochener Glaube daran, dass sein Bruder wieder zurück kommt, macht am Ende natürlich alles wieder gut (natürlich erst, nachdem man bis dahin wieder alle dramatischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat).

Leider war mir das alles ein wenig zu gewollt lehrreich, es war zu gewollt auf die Tränendrüse drückend. So richtig mit gelitten habe ich nicht wirklich. Also alles in allem ein ganz netter belehrender Familienfilm mit einer großen Hauptattraktion: dem Magier!

 

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