Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Berlinale 2011: Patang (The Kite)

- Februar 13, 2011

Patang (The Kite) liefert wundervolle Bilder des Drachenfestes in Ahmedabad untermalt mit mitreißender Musik. Es fühlt sich an, als wäre man tatsächlich vor Ort und erlebt mit dieser Familie das Drachenfest. Leider blieb es für mich dabei, nur Betrachter zu sein. Weder die Figuren, noch die Geschichte haben mich emotional tiefer hineingezogen. Das Drachenfest, urprünglich eine muslimische Tradition, wurde mit der Zeit auch von der nichtmuslimischen Bevölkerung übernommen. Ziel bei diesem Fest ist es nicht, den Drachen so lange wie möglich oben zu halten, sondern andere Drachen abzuschneiden. Dazu gibt es sehr viel zu Essen, die ganze Stadt feiert dieses Fest zur Freude der Kinder. Die Gefährlichkeit dieser Feierlichkeit wird nur am Rande angedeutet, denn es gibt regelmäßig sehr viele Unfälle. Einerseits durch von den Dächern stürzenden Menschen, da die Dächer kaum gesichert sind. Auch die Schnüre sind sehr gefährlich, wenn sie an Stromleitungen gelangen oder wenn sie gefährliche Schnittwunden verursachen, denn das Ziel ist ja das Zerschneiden der anderen Drachenschnüre und so werden diese Schnüre aufs äußerste scharf präpariert, z.B. mit Glas. Aber was zählt, ist eben der Profit, den man mit diesem Fest erzielen kann. Und darum geht es auch in der Familiengeschichte, wo der Profit mehr zählt, als die Familie. Außergewöhnlich fand ich die Darstellung der Tochter, gespielt von Sugandha Garg, die auch schon in „My Name is Khan“ als Reporterin mitspielte. Anders als in Ahmedabad, wo sie nur selten zu Besuch ist, lebt sie in Delhi scheinbar ohne traditionelle Einschränkungen einen eher westlichen Lebensstil. So sucht sie sich für den Abend einen jungen Mann, mit dem sie einfach nur Spaß haben kann. Schließlich kommt es in der Nacht auch zu heißen Küssen zwischen den Beiden. Während es für den jungen Mann etwas Besonderes ist (es ist auch der erste Filmkuss für den Darsteller) und er sogar von Liebe redet, macht sie ihm klar, dass sie nur ein bisschen Spaß haben wollte, mehr nicht. So einen Frauentyp sieht man sonst ja eher selten und scheint wohl nur möglich, weil der Regisseur in den USA lebt.

http://www.patang.tv/

http://www.facebook.com/patangfilm

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One response to “Berlinale 2011: Patang (The Kite)

  1. Rakhi sagt:

    Hey Bollywoodelfe, warun ist dein Blog tod?

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