Bollywoodelfe's Blog

Eine deutsche Sicht auf Bollywood, Indien , Pakistan

Ye kitab achi hai – Der weiße Tiger

- August 27, 2009

Der weiße Tiger von Aravind Adiga

Im Verlauf von sieben Nächten und in der Form eines Briefes an den chinesischen Ministerpräsidenten erzählt Balram Halwai seine Aufsteigergeschichte aus den Sümpfen des Kastensystems in die Gegenwart. Er hat den „Schlüssel“ gefunden, um aus dem „Hühnerkäfig“ zu entfliehen, wie er sein Diener-Dasein empfand. Dass er dafür seinen Herrn ermorden musste, sieht er als Fehler, aber jede Minute seines neuen Lebens war es ihm wert. Der Autor will allen Indern Mut machen, sich aus ihren Kasten zu befreien und weist darauf hin: „Das Buch deiner Revolution liegt Dir im Magen, junger Inder. Du musst es nur ausscheißen und lesen. Aber stattdessen sitzen sie alle vor ihren Farbfernsehern…“
Am besten an diesem Buch hat mir der anfängliche bissige Zynismus und schwarze Humor gefallen, der leider im Verlaufe des Buches ein wenig nachlässt. Trotzdem eine sehr gelungene Darstellung eines Unterdrückten, der bis zum äußersten geht, um seine Freiheit zu erlangen. Eine andere Lieblingsstelle aus dem Buch:
„Ich glaube, dass auch ich so anfangen sollte, Exzellenz, indem ich irgendeinem Gott in den Arsch krieche.
Aber welchem? Die Auswahl ist so riesengroß.
Es ist nämlich so:
Die Moslems haben einen Gott.
Die Christen haben drei Götter.
Und wir Hindus haben sechsunddreißig Millionen Götter.
Das macht zusammen 36 000 004 Götterärsche, in die ich kriechen könnte.“
Mal wieder eine ganz andere, zum Teil sehr witzige Darstellung der schwarzen Seele Indiens.
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